News-Meldung vom 10.03.2010 14:26 Uhr
Deutsche Kunden wollen längere Lebenszeit für Sun-Software
Vorwiegend große Firmen setzen bislang Suns Provisioning-Software N1SPS ein. Sie verwenden das Tool, um Anwendungen im Unternehmen einzuführen, Middleware-Stacks zu konfigurieren und Software-Instanzen zu installieren. "Wer sich einmal daran gebunden hat, kommt schwer wieder davon los", beschrieb ein Kenner des Produkts die Situation in einem Gespräch mit heise online. "Man kann nicht einfach wechseln."
Oracle hat jedoch angekündigt (PDF-Datei), nur noch bis April des kommenden Jahres Fehlerkorrekturen zu liefern. 2013 soll der Support für N1SPS endgültig enden. Einige deutsche Kunden hoffen nun, dies mit einer Online-Petition (PDF-Datei) abwenden zu können.
Sun habe noch im letzten Jahr versprochen, dass die Software so lange eigenständig erhalten bleibt, bis sie vollständig in das damalige xVM Ops Center integriert sei (heute Enterprise Manager Ops Center). Deshalb bitte man nun darum, dass Oracle es noch mindestens bis 2015 weiterführe und aktuelle Betriebssysteme wie AIX 6.1 und SLES 11 (SuSE Enterprise Linux) unterstütze. Alternativ solle es die Software einem Partner überlassen.
Dem Vernehmen nach verwenden N1SPS in Deutschland unter anderem die Deutschen Bahn, die ING-Diba, die Hüttenwerke Krupp Mannesmann, Vodafone, Sparkassen und Pixelpark (PDF-Dokument). In der Schweiz setzt unter anderem die im Bankbereich tätige RTC das Produkt ein.
(ck)

