News-Meldung vom 04.03.2009 14:04 Uhr
Da nach wie vor die qualifizierte digitale Signatur außerhalb von Unternehmen keinen Anklang findet, bieten verschiedene Unternehmen auf der CeBIT Produkte für das digitale Unterschreiben per Stift. So zeigt T-Systems in Halle 26 am Stand A01 eine Implementierung mit dem seit einigen Jahren erhältlich Digitizerstift von Anoto. Das Produkt ist bereits in T-Shops im Einsatz. Dort komplettieren die Berater Aufträge am Bildschirm und drucken sie auf Anotos-Spezialpapier aus. Die Kunden unterschreiben sie, wobei nicht nur der Linienzug, sondern auch Druck und Geschwindigkeit der Unterschrift registriert werden. Diese Daten überträgt die Software verschlüsselt zum Rechner. Dort wird aus dem PDF-Dokument ein Hash-Wert errechnet und mit den biometrischen Daten verschlüsselt. Der Kunde kann das Originaldokument für seine Unterlagen mitnehmen. Nach Angaben von T-Systems spart das Unternehmen pro Auftrag durch die digitale Unterschrift 2,50 €. Für Kunden sei das Unterschreiben mit dem einem Kugelschreiber ähnelnden Stift mit geringeren Hürden verbunden als etwa beim Einsatz sogenannter Signpads.
Derlei Hindernisse sehen deren Anbieter allerdings nicht (Softpro, Halle 17 G04; Signotec, Halle 17 E12; Stepover Halle 3 A29). Sie setzen auf vollständige Digitalisierung: Die Unterschrift erfolgt auf einer Art Grafiktablett mit einem Digitalisierstift, der ebenfalls Punkte, Druck und Geschwindigkeit aufnimmt. Die weitere Verarbeitung der Daten verläuft wie bereits beschrieben.
Anders als bei der qualifizierten Signatur per Smartcard bleibt die Beweislast bei demjenigen, der die Unterschrift akzeptiert hat: Er muss nachweisen, dass sie vom Kunden stammt, wenn dieser das bestreitet. Einsatzmöglichkeiten sehen die Anbieter vor allem bei Banken, Versicherungen und im firmeninternen Datenaustausch.
(ck)
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