News-Meldung vom 27.07.2009 16:31 Uhr
Der EU-Ministerrat hat am heutigen Montag die von der Kommission vorgeschlagene Lockerung der GSM-Richtlinie gebilligt. Danach sollen im bisher den GSM-Diensten vorbehaltenen 900-MHz-Band künftig auch andere Mobilfunkdienste wie etwa UMTS realisiert werden. Die EU verspricht sich davon eine Belebung des Wettbewerbs und Impulse für den europäischen Ausbau des mobilen Internet. Die Kosten für eine UMTS-Abdeckung in der Fläche können durch die Entscheidung spürbar sinken. Auf vorhandene GSM- oder UMTS-Geräte hat die Entscheidung keinen Einfluss.
In der sogenannten "GSM-Richtlinie" der Europäischen Union wurde 1987 das 900-MHz-Band für eben dieses Groupe Spécial Mobile für den digitalen Mobilfunk reserviert. Mit dem Aufkommen neuer, schneller Datendienste kam die Frage auf, ob man für diese andere Frequenzbereiche vorsieht oder die Restriktionen der GSM-Direktive lockert. Derzeit funken zum Beispiel UMTS-Geräte auf Frequenzen zwischen 1920 bis 1980 MHz (Uplink) respektive 2110 bis 2170 MHz (Downlink). Für diese deutlich höheren Frequenzen als die 900 MHz von GSM muss der Abstand der Sendemasten signifikant kleiner sein. (Jürgen Seeger)
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(js)
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