News-Meldung vom 30.04.2010 15:40 Uhr
Mozillas Labs-Entwicklerabteilung hat die Version 0.3 des Jetpack Software Development Kit (SDK) veröffentlicht. In dem Entwicklerpaket finden sich Bibliotheken, Programmierschnittstellen, Kommandozeilenwerkzeuge und eine IDE, mit denen Entwickler mit HTML-, CSS- und JavaScript-Kenntnissen Erweiterungen für den Firefox-Browser entwickeln können. Neben den obligatorischen Bugfixes sowie kleineren Neuerungen gibt es nun mit "context-menu" und "self" die ersten beiden APIs in dem SDK. Weitere kommen mit späteren Releases.
Mit der ersten API lassen sich die Kontext-Menüs von Webseiten um Einträge erweitern. Mit der Self-API haben Entwickler die Möglichkeit, den Erweiterungen Zugriff auf ihnen eigene Ressourcen wie Webseiten oder Bildern zu gewähren. So kann zum Beispiel eine Erweiterung ein eigenes Icon enthalten, das sich in der Statusanzeige des Browsers anzeigen lässt. Ausführlichere Informationen erhält man in der Versionsankündigung, den Release Notes und in der Dokumentation des SDKs. es setzt minimal Python 2.5 und Firefox 3.6 voraus. Die weitere Entwicklung für die Versionen 0.4 und 0.5 wird zurzeit in einer Google Group diskutiert.
Die Jetpack-Komponenten sind selbst von Mozilla Labs entwickelte Erweiterungen für Firefox 3.x, die künftig zum Installationsumfang von Firefox gehören sollen. Sie basieren im Gegensatz zu herkömmlichen Firefox-Erweiterungen nicht auf der Oberflächenbeschreibungssprache XUL, sondern auf den Webstandards HTML, CSS und JavaScript. Ein Vorteil gegenüber den heute üblichen Erweiterungen soll sein, dass Aktualisierungen keinen Browser-Neustart erfordern. So ist es möglich, Jetpacks direkt im Browser zu verändern oder dort neu zu schreiben.
(ane)
Version zum Drucken Per E-Mail versenden Newsletter abonnieren
Permalink: http://heise.de/-991057
Mehr zum Thema Mozilla Web-Entwicklung
Parallelprogrammierung - die Kunst der Multi-Core-Nutzung
Agile ALM - agile Praktiken im Application Lifecycle Management
Webentwicklung - Applikationen für mobile Clients