News-Meldung vom 14.07.2010 14:17 Uhr
Nicht nur für Betreiber privater, sondern auch für die öffentlicher Clouds hat VMware seine Virtualisierungssoftware weiterentwickelt. Der Anbieter hat für vSphere 4.1 an einigen Komponenten gearbeitet, um mehr Stabilität und Performance zu erreichen, vor allem aber mit größeren Ressourcen zurechtzukommen. Außerdem gibt es in der Verwaltungssoftware vCenter zwei weitere Funktionen und ein neues Lizenzmodell.
Vor allem unter der Oberfläche hat sich bei vSphere 4.1 einiges getan.
Bild: VNware
Kennzeichnend für den Unterschied zwischen vSphere 4.1 und seinem Vorgänger sind größere Volumina: doppelt so große Ressourcen-Pools und bis zu 10.000 Maschinen, die vCenter verwalten kann. Von der in 4.1 erstmals eingebauten Memory-Kompression verspricht sich VMware eine höhere Stabilität und bis zu 25 % mehr Performance. Die Migration virtueller Maschinen (VMs) soll erheblich flotter vorangehen, da VMware die Software vMotion überarbeitet hat. Sie soll VMs nicht nur bis zu fünfmal schneller verschieben, sondern zudem anstatt bisher zwei nun acht gleichzeitig bearbeiten können. Haben Administratoren Prioritäten für VMs vergeben, teilt vSphere 4.1 dementsprechend die Ressourcen automatisch zu. Ein neu hinzugekommene Programmierschnittstelle (API) für die Anbindung von Speicher-Arrays soll die Integration der Produkte von VMwares Partnern erleichtern.
Zwei neue Funktionen hat VMware in vCenter eingebaut, die aus dem Portfolio der im Februar 2010 von der Konzernmutter EMC übernommenen Ionix IT stammen: Der vCenter Configuration Manager (ehemals EMC Ionix Application Stack Manager und EMC Ionix Server Configuration Manager) automatisiert manuelle Konfigurationsaufgaben über virtuelle und physikalische Server sowie Arbeitsplätze hinweg. VMwares vCenter Application Discovery Manager (ehemals EMC Ionix Application Discovery Manager) bildet Abhängigkeiten von Applikationen ab.
Eine einschneidende Veränderung betrifft die Lizenzen für vCenter. Laut VMware habe man Kundenansprüchen Rechnung getragen, indem man, statt die Menge der CPU-Kerne des physischen Host zugrunde zu legen, ab dem 1. September 2010 nun die Zahl der zu verwaltenden virtuellen Maschinen (VMs) in Rechnung stelle. Vor allem für Tester und Entwickler dürfte das nicht der bessere Weg sein. Gerade auf denjenigen, der viele kleine VMs auf einem physischen Host mit wenigen Kernen betreibt, kommen nun erheblich höhere Lizenzkosten zu.
(rh)
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