News-Meldung vom 31.08.2010 16:05 Uhr
Pünktlich wie bei der Präsentation des Release-Kandidaten angekündigt, hat Univention die finale Version 2.4 des hauseigenen Corporate Server (UCS) freigegeben. Die größte Neuerung ist der "Univention Virtual Machine Manager" (UVMM ), mit dem sich virtuelle Clients und Server samt der dazugehörigen CD-, DVD- oder Platten-Images zentral verwalten lassen. Dabei fügt sich der UVMM nahtlos in das LDAP-basierte UCS-Managementsystem und bietet eine einheitliche Oberfläche für die beiden derzeit integrierten Virtualisierungsumgebungen KVM und Xen. Darüber hinaus integrierten die Bremer die Bibliothek libvirt und halten sich damit die Option offen, zukünftig auch andere Virtualisierungsstacks, wie VirtualBox unterstützen zu können.
Das Spektrum der unterstützten Funktionen reicht vom Einrichten neuer virtueller Instanzen über die Ressourcenverwaltung bis hin zur zentralen Verwaltung per grafischer Oberfläche. So lassen sich virtuelle Systeme per Mausklick starten, anhalten oder auf andere physische Server verschieben. UVMM steht wie alle Weiterentwicklungen des Debian-basierten UCS unter einer Open-Source-Lizenz. Allerdings wechselt Univention mit der Version 2.4 von der bisherigen GPL auf die etwas erweiterte Affero General Public Licence (AGPLv3 )
Über den neuen UVMM lassen sich virtuelle Umgebungen komfortabel verwalten.
Bild: Univention
Darüber hinaus haben die Entwickler viele Komponenten überarbeitet. UCS 2.4 nutzt einen Kernel 2.6.32 mit Xen 3.4.3, der seit UCS 2.0 verwendete 2.6.18er Kernel lässt sich aber bei Bedarf weiter nutzen. Samba machte eine Versionssprung auf 3.5.4 und auf der Desktop-Seite aktualisierte man Firefox auf Version 3.6.2 sowie OpenOffice.org auf Version 3.2. Wer UCS 2.4 ausprobieren möchte, kann sich die Software nach einer Registrierung von Univention frei herunterladen.
(avr)
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