News-Meldung vom 04.05.2010 11:12 Uhr
Apples vor Kurzem geänderte Lizenzbedingungen für iPhone-Entwickler lösen bei US-amerikanischen Kartellbehörden Unbehagen aus. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge diskutieren das Justizministerium und die für Wettbewerb sowie Verbraucherschutz zuständige Federal Trade Commission zurzeit darüber, welche der beiden Einrichtungen mögliche Wettbewerbsbehinderungen untersuchen soll.
Bislang handele es jedoch nur um eine "vorbereitende Untersuchung" (preliminary investigation). Sie müsse kein Eingreifen der Kartellbehörden zur Folge haben. Zudem sei unklar, um was es in der Untersuchung überhaupt gehe. Auslöser seien aber Beschwerden von Apple-Konkurrenten gewesen, die sich auf zwei Aspekte der neuen Lizenzbestimmungen beziehen.
Zum einen dürfen Programme für Apples Mobilgeräte iPhone, iPad und iPod touch neuerdings nur noch direkt in den Programmiersprachen Objective-C, C, C++ und Javascript geschrieben werden. Ausgeschlossen ist damit unter anderem Flash- und .Net-Code, der in eine der erlaubten Sprachen gewandelt wurde.
Zum anderen verbiete Apple Anwendungen die Übertragung bestimmter technischer Daten. Das erschwere es Werbeagenturen, gezielt Anzeigen zu platzieren. Das Wall Street Journal verweist auf Aussagen namentlich nicht genannter Manager, denen zufolge Apple damit seinem iAd-Anzeigedienst einen Vorteil verschaffen könnte. Sowohl Apple als auch die beiden Kartellbehörden wollten den Bericht bislang nicht kommentieren.
(ck)
Version zum Drucken Per E-Mail versenden Newsletter abonnieren
Permalink: http://heise.de/-982996
iOS, Android, Windows Phone 7 und HTML5 - das neue Sonderheft von heise Developer führt Einsteiger und Profis in die Programmierung mobiler Geräte ein.