News-Meldung vom 03.07.2006 17:01 Uhr
Nokia hat angekündigt, die unter dem Kürzel RoHS bekannte EU-Richtlinie 2002/95/EC in Zukunft weltweit für alle seine Geräte einhalten zu wollen. Die Vorschrift "Restriction of Hazardous Substances" (PDF-Datei) regelt, welche Materialien in elektrischen und elektronischen Geräten nicht enthalten sein dürfen, die in der EU verkauft werden. Verboten sind seit 1. Juli dieses Jahres in der Regel Blei, Quecksilber, Cadmium sowie bestimmte Chrom- und Bromverbindungen. Nokias Selbstverpflichtung betrifft sowohl Mobiltelefone als auch Infrastrukturgeräte, etwa die von der Firma hergestellten Funkanlagen.
Die Ankündigung des Handy-Weltmarktführers kommt allerdings nicht von ungefähr: Japan hat die bereits vor drei Jahren verabschiedeten EU-Vorgaben von Anfang an unterstützt; in China wird ein der RoHS-Richtlinie vergleichbares Gesetz im kommenden Jahr in Kraft treten; Korea, Kanada und Australien haben bereits ähnliche Gesetzesvorhaben auf den Weg gebracht. Lediglich in den USA fehlen vergleichbare Initiativen.
(ck)
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