News-Meldung vom 04.06.2008 18:02 Uhr
Nach EMC und IBM plant jetzt Sun Microsystems, Festplatten in Servern zunächst teilweise und später dann womöglich komplett durch Solid State Disks (SSDs) zu ersetzen. So sollen die Systeme sehr energiesparend arbeiten. Damit beim Einsatz der noch verhältnismäßig teuren Flash-Disks die Kosten für einen Server dennoch konstant blieben, habe man bereits mit einer Kombination aus Flash-Disk und "Low-End-Festplatten" experimentiert, verriet Sun-Systemchef John Fowler dem Wall Street Journal. Im Vergleich zu ausschließlich mit Fibre-Channel-Festplatten bestückten Servern habe Sun ein dreifaches Tempo bei Datenzugriffen erreichen können und der Energiebedarf sei drastisch zurückgegangen.
Noch in der zweiten Jahreshälfte will Sun SSDs unter eigenem Namen anbieten. Zu diesem Zweck arbeitet das Unternehmen mit zahlreichen Flash-Disk-Herstellern zusammen – mit welchen genau, wurde bislang nicht bekannt. Nur der Name Intel fiel bereits in diesem Zusammenhang. Das ist nicht ganz überraschend, schließlich entwickelt der Prozessorhersteller derzeit superschnelle SSDs, will sie aber nicht unter eigenem Markennamen verkaufen.
Viele der bislang erhältlichen Consumer-SSDs taugen aufgrund eines extrem langsamen Tempos bei zufällig verteilten Schreibzugriffen (random writes) nicht für Serveranwendungen. Sun will SSDs daher für bestimmte Anwendungen, darunter auch für MySQL-Datenbanken, fit machen und hat schon das eigene Dateisystem ZFS auf den Umgang mit Flash-Speichern trainiert. Zunächst werde sein Unternehmen 2,5"-, später dann auch 3,5"-Disks anbieten, sagte Fowler der EETimes.
(boi)
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