7. Januar 2013 08:18

Re: ERP Systeme

Trulala schrieb am 6. Januar 2013 13:05

> Kommen Sie mal wieder runter von Ihrem hohen Maulesel junger bis
> mittelalter Mann.
> Demnächst raten Sie den Leuten auch noch sich nur noch von einem e.K.
> oder einer AG bedienen zu lassen, weil da die Haftungsmöglichkeiten
> "interessanter" sind.

> Trulala

Vielen Dank für die Blumen. Meine Kids nennen mich Grufti, aber so
unterschiedlich sind halt Sichtweisen.

Was die Haftung angeht: Bei keiner Anwendungssoftware ist das
finanzielle Risiko des Scheiterns derart hoch, wie bei ERP Systemen.
Man kann eben nicht einfach wechseln, ohne horrende Kosten in Kauf
nehmen zu müssen.

Und da sollte man sich schon überlegen, von wem man sich beraten oder
verkaufen lässt. (Je nach Sichtweise mal wieder)

Dass ein WP Tiefschlaf über Jahre hinweg hatte, war im vorliegenden
Fall reines Glück für den Kunden. Denn spätestens der
*Vermögensschadens*Versicherer des WP muss dann die Softwarefirma in
Haftung nehmen, wenn Fahrlässigkeit oder grobe Fahrlässigkeit bei der
Validierung der Eingaben des Kunden vorhanden waren.

Zwar haben die "Berater" auch alle eine Haftpflichtversicherung, aber
eben keine Vermögensschadenshaftpflicht bzw. nur eine Solche mit
äußerst geringen Summen.

Solche Streitigkeiten werden nicht nach BRAGO berechnet, sondern nach
Stundensätzen. Pro Stunde 12 Seiten Aktenstudium. Mehr ist nicht
drin. Macht pro Stunde zwischen 1.200 Euro bei Freshfields oder
Hengeler, Mueller bis runter auf 300 Euro beim Wohnzimmeranwalt um
die Ecke.

Das sind nur die Rechtskosten, dazu können im Extremfall die Kosten
einer Pleite kommen. Jeder verlorene Arbeitsplatz mal mit wenigstens
50.000 Euro kalkuliert.

Da lobe ich mir eine gesunde Haftungsgrundlage.

G.-J.

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