1. März 2012 04:55

Re: Fachkräftemangel in der IT-Branche/Informatik

bäckereifachkäufer schrieb am 1. März 2012 00:06

> Auch weiß ich, dass man generell an Universitäten sich selber seinen
> Lehrplan zusammenstellt und auch in Richtung Forschung gehen kann,

So sollte es eigentlich sein. Ist aber leider nicht mehr so.

> wohingegen an Fachhochschulen ein Stundenplan vorgegeben wird und man
> eher in die Industrie geht.

Wer nicht selbständig arbeiten kann, gehört eher an die
Fachhochschule. "Aber an der Uni verdient man doch mehr" denken sich
dann viele, und gehen dann dort hin.

> Die Informatik selber ist ja aus den
> Studiengängen Elektrotechnik und Mathematik hervorgangengen. Liege
> ich richtig, wenn ich sage, das an in den Info-Studiengängen der Uni
> eher Mathematik gefordert wird und an den FHs eher Elektrotechnik?

Die Uni ist mehr theoretisch orientiert, und hat einen entsprechend
hohen Mathematik-Anteil. Den zu bestehen, ist aber nicht mehr so
schwer. Würde man das Uni-Niveau konsequent anwenden, hätten wir
Durchfallquoten von 95%. Die meisten Professoren trauen sich nicht,
das durchzuziehen.

> Jetzt frage ich mich, wo es wirklich an Fachkräften in der
> IT-Branche/Informatik mangelt. Wir haben ja generell einen
> Fachkräftemangel in den MINT-Fächern in Deutschland.

Das ist Bitkom-Propaganda. Dient nur dazu, Studenten anzulocken, um
später durch das höhere Bewerberangebot die Gehälter drücken zu
können.

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