Bewertung dieses Beitrags: 75%
27. März 2013 16:59

Re: Ideologie in Software gequetscht

Yuri Duda schrieb am 27. März 2013 16:31

> Als Beispiel gcc [...]. Der Mann kann nicht
> programmieren, aber er versucht dennoch unverfroren, seine Ideologie
> in die Software zu quetschen, die er unter seine Pfoten bekommt.

> Und das geht schief.
>

inwiefern? 

gcc mit seinen diversen frontends und gdb haben entwicklern über
jahrzehnte ihre arbeit erst ermöglicht. wie lange hat es denn
gedauert, bis der erste kommerzielle c++ - compiler annähernd so
standardkonform (dazu gehört auch der grad an vollständigkeit bei der
implementierung von sprachfeatures) war wie g++? 

von den kleinen helferlein im programmieralltag ganz zu schweigen.

wer die politisch-gesellschaftlichen überzeugungen von stallman nicht
teilt, wird nicht gezwungen, sie zu übernehmen. wer mit der arbeit
von stallman direkt oder indirekt geld verdienen möchte, darf das
nicht. hinsichtlich beider  aspekte sehe ich keinen unterschied zu
kommerziellen software-anbietern. 

> Hätte er ein wenig früher gelebt, hätte er mit Karl Marx einen
> trinken gehen können.

das treffen wäre für die beteiligten und eventuelle zufällige zuhörer
mit sicherheit interessanter gewesen als alles, was neoliberale
trolle absondern.

grüße, carsten

Anzeige