15. März 2012 20:47

Re: Smart braucht's nicht

OpaHeppstett schrieb am 13. März 2012 10:01

> Das Problem ist, dass eine massive Ausbreitung solcher Kleinnetze in
> der Fläche eine Eigendynamik entwickeln: Solche Netze sind im Verbund
> dann eine regelungstechnische Katastrophe, fangen an zu schwingen
> oder machen sonstwas, was man nicht erwartet. Siehe u.a. auch die
> netten Fakten über einen potenziellen Kollaps  unseres Energienetzes
> bei intensiver Sonneneinstrahlung aufgrund der bisherigen
> automatischen Abschaltkriterien bei Fotovoltaikanlagen: nach
> bisherigem Stand würde unser Netz nach so einem Kollaps nicht mal
> mehr hochfahren können...
Die Abschaltkriterien kann man ändern, aber mir ging es wie gesagt
auch um die nutzung als Wasserstoffquelle - das Gasnetz besteht und
hat eine gigantische Kapazität.

> Nein, eine intelligente Regelung muss her, dazu muss man erst mal die
> aktuellen Leistungsdaten erfassen. Die bisher kaum wahrgenommene
> Herausforderung liegt in der datenschutzrelevanten Dimension: bei den
> EVs hört man dazu nur lapidar "ist alles sicher", was mir bei Weitem
> nicht reicht. Ein allgemeiner Standard muss her.
Das sehe ich anders: Bei so vielen Verbrauchern wie da dranhängen,
muss man nicht die Verbrauchsdaten jedes Haushaltes kennen. Da würde
mindestens das Gebäude reichen und eher der nächstgrößere Verteiler -
und Überraschung: Dessen Werte werden sowieso bereits erfasst.
Bei Unternehmen mit hohem Verbrauch bestehen ebenfalls Absprachen,
sodass z.B. die Metall-Industrie manches erst zu verbrauchsarmen
Zeiten (nachts) laufen lässt.
Einen digitalen Zähler für die Wohnung fände ich an sich auch nicht
schlecht wenn nur ich die selbstbestimmt in mein Netzwerk
integrieren/auswerten/einstellen könnte, aber die feinmaschige
Übertragung der Verbrauchswerte halte ich für bedenklich - und
angebliche zeitabhängige Tarife würden nur zu höheren Gewinnen bei
den Energieuntenrehmen führen, nicht zur Entlastung der Verbraucher.

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