Barcodes - egal welcher Art - wurden ursprünglich entwickelt, damit
Gegenstände durch Maschinen einfach erfassbar sind, etwa die
gekauften Artikel an der Supermarktkasse oder in der Logistik - wie
Briefe, Pakete, Fahrkarten, Paletten in der Lagerhaltung usw.
So - nun kramen Leute mal wieder die Idee hervor, dass man damit ja
auch nicht nur schnöde Nummern für irgendwelche Verwaltungsaufgaben
berpacken kann, sondern URLs.
Nun - die URL muss natürlich trotzdem irgendwann mal erfasst werden,
um den Code zu generieren. Dann muss der Code halbwegs erfassbar
gedruckt werden, weil eine durchschnittliche Handy-Kamera auch ihre
Grenzen hat. Zu guter letzt ist auch die Datenmenge nicht übermässig
üppig.
Was gewinnt man dabei?
Platz?
Ein Quadrat mit 2x2 cm (kleiner dürfte schon Probleme bei
Handy-Kameras machen) statt einer Zeile Text (wenn überhaupt - man
kann auch kurze URLs bauen). Nun ist aber das, worauf der Code
gedruckt wird, nicht nur eine Briefmarke, sondern meistens ein Blatt
Papier (z.B. Zeitschriftenseite) oder ein Plakat, eine
Produktverpackung usw.
In der Regel ist genug Platz vorhanden.
Zeitersparnis?
Ja, man muss die URL nicht eintippen. Aber das ist eigentlich nur
dann ein Problem, wenn man nicht an einem Computer sitzt, sondern nur
ein Handy dabei hat. Allerdings - die meisten Mobiltelefone sind
schlicht nicht für umfangreichere Internetangebote geeignet. Kein
Mensch nutzt ein Winz-Display mit 160x240 oder 240x320 Pixeln länger
als unbedingt nötig. Ja, es gibt Bowl, iPhone usw. - aber die Masse
hat solche Geräte nun mal nicht und wird kaum auf die Idee kommen,
umgehend bei Erblicken eines QR-Codes o.Ä. die passende Web-Seite auf
dem Handy anzuschauen. Dazu kommt noch der Aufwand der Erkennung -
die Existenz einer Kamera bedeutet noch lange nicht, dass diese auch
den Code hinreichend deutlich genug erfasst, um schnell dekodiert zu
werden.
Fazit für mich - überflüssig.