12.05.2008 08:25
In jedem Herbst forschen wir IT-Selbstständige dahingehend aus, ob sich ihr durchschnittliches Jahreseinkommen verbessert hat, wie sich die Einkommensrisiken verändert haben und welche Kenntnisse und angebotenen Leistungen für ihren Erfolg bestimmend waren. Die Ergebnisse gewähren Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Lage in der Branche.
Den 30. September haben viele Selbstständige im Kalender rot angekreuzt. Bis zu diesem Stichtag muss ihr Berater die Steuererklärung für das Vorjahr beim Finanzamt abgegeben haben. Seit vier Jahren fragt c't kurz darauf bei den ITlern im Rahmen einer Online-Aktion nach, ob es sich für sie finanziell auch gelohnt hat, einer selbstständigen Tätigkeit nachzugehen.
Viele Leser haben sich an der anonym durchgeführten Umfrage beteiligt, und so ist ein Eindruck ihrer wirtschaftlichen Lage im Geschäftsjahr 2006 entstanden.
Dabei haben wir drei Formen der Selbstständigkeit unterschieden:
– nebenberufliche Selbstständigkeit
– freiberufliche Selbstständigkeit
– Betreiben eines Gewerbes
Mit einem Anteil von 63 Prozent stellten die Freiberufler den überwiegenden Teil der IT-Selbstständigen. Ein Gewerbe betrieben knapp 20 Prozent. Für rund 17 Prozent blieb die IT-Selbstständigkeit nur Nebenerwerb. Die Besetzung der Gruppen zeigt keine wesentliche Veränderung gegenüber dem Ergebnis der Vorjahresumfrage: Jüngere Selbstständige sind überwiegend nebenberuflich tätig, im mittleren Alter (36 bis 45 Jahre) dominiert die freiberufliche Ausübung. Die Älteren führen mehrheitlich einen Gewerbebetrieb. Es liegt nahe anzunehmen, dass die nebenberufliche - unter Umständen auch parallel zu Studium und Ausbildung ausgeübte - Selbstständigkeit später hauptberuflich den Lebensunterhalt sichern soll.
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