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heise jobs > News > 2013 > KW 6 > Bericht: Wahlen für Arbeitnehmervertretung bei Foxconn

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News-Meldung vom 04.02.2013 12:15

Bericht: Wahlen für Arbeitnehmervertretung bei Foxconn

Der Apple-Zulieferer Foxconn bereitet Medienberichten zufolge erstmals Wahlen für eine Art Betriebsrat seiner Angestellten in China vor. Dieser Schritt sei in einer großen Firma in China bislang einmalig, schreibt die britische Financial Times (FT) in ihrer Montagsausgabe. Die neuen Arbeitnehmervertretungen sollen – angeblich ohne Einfluss der Firmenleitung – vor allem junge Mitarbeiter besser repräsentieren, teilte das Unternehmen laut FT mit. Traditionell werden solche Vertretungen in China in der Regel allein von lokalen Regierungsstellen und/oder dem Management der Firmen direkt kontrolliert und haben mit der westlichen Vorstellung eines Betriebsrats wenig zu tun.

Die neuen Vertretungen sollen laut dem Bericht aus einem Vorstand und 20 Komitee-Mitgliedern bestehen und alle fünf Jahre in einer geheimen Wahl ermittelt werden. Der taiwanische Elektronikkonzern Foxconn, der unter anderem im Auftrag von Apple, Amazon oder Sony Hardware wie iPhone 5, Kindle oder PlayStation 3 produziert, war in der Vergangenheit mehrfach ins Fadenkreuz internationaler Kritik geraten. Schlechte Arbeitsbedingungen, niedriger Lohn, die Beschäftigung Minderjähriger und wiederholt Selbstmorde unter den Arbeitern hatten immer wieder für Empörung gesorgt.

Foxconn versucht mit den neuen Arbeitnehmervertretungen offenbar, mehr Ruhe in seine Produktion zu bringen. So hatte es in den letzten Jahren mehrfach Protestaktionen und wilde Streiks von Arbeitern gegeben, die für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen eintraten. Die Regierung in Peking zeigt sich direkten Verhandlungen zwischen Arbeitnehmern und Firmen ebenfalls mittlerweile etwas aufgeschlossener als noch vor wenigen Jahren. Dabei geht es stets darum, Unzufriedenheiten unter Arbeitern abzubauen, die dem Wirtschaftsstandort schaden könnten. (mit Material von dpa) / (bsc)

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