heise online
  • c't
  • iX
  • Technology Review
  • Mac & i
  • mobil
  • Security
  • Netze
  • Open Source
  • Developer
  • c't-TV
  • Download
  • Telepolis
  • Resale
  • Foto
  • Autos
  • Preisvergleich
  • Stellenmarkt
  • Abo
  • weitere Angebote
    • Shop
    • Artikel-Archiv
    • Veranstaltungen
    • Whitepapers
    • heise-marktplatz
    • IT-Markt
    • Tarifrechner
    • Jobs bei Heise
heise jobs > News > 2008 > KW 26 > Datenschützer kritisiert ELENA

News

News-Meldung vom 25.06.2008 12:58

« Vorige | Nächste »

Datenschützer kritisiert ELENA

Thilo Weichert, der Leiter des unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), hat das Verfahren zum elektronischen Einkommensnachweis (ELENA) scharf kritisiert. Dieses Verfahren soll heute vom Bundeskabinett beschlossen werden.

Mit ELENA werde nicht der schönen griechischen Göttin gehuldigt, sondern eine hässliche, datenschutzwidrige Großdatenbank in die Welt gesetzt, heißt es in der Stellungnahme des Datenschützers. Weichert kritisiert die Speicherung auf Vorrat, die nicht allein beim Beantragen von Sozialleistungen genutzt werden könnte. Auch andere Behörden, allen voran die Finanzämter, könnten sich für die Datensammlung interessieren, wenn sie einmal in der Welt ist. Kritisch sei dabei der Datenzugriff ohne Kenntniss der Betroffenen. "Es ist völlig unverständlich, weshalb das Kabinett – den Vorschlägen der Landesbeauftragten für Datenschutz folgend – nicht ein Verfahren der individuellen Verschlüsselung dieser hochsensiblen Daten zugestimmt hat. Inzwischen ist klar, dass ein Verfahren mit den Schlüsseln der Arbeitnehmer, welches übrigens vom Bundesfinanzministerium favorisiert wird, technisch machbar ist. Den Beteuerungen der Bundesregierung, die Daten unterlägen einer strengen Zweckbindung, kann nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit in anderen Zusammenhängen wenig Glauben geschenkt werden. Sind Daten einmal vorhanden, sind diese schnell vielfältigen Begehrlichkeiten ausgesetzt, gegen die die Betroffenen keine Abwehrmöglichkeiten haben", heißt es in der Begründung von Weichert, warum das ELENA-Gesetz abgelehnt werden sollte.

Die erneut einsetzende Debatte um ELENA, die einstmals unter dem Namen "Jobcard" geführt wurde, bekommt aktuell neue Nahrung durch die gleichzeitig anlaufende Reform der Unfallversicherung, die das Bundesarbeitsministerium betreibt und die morgen auf der Tagesordnung steht. Arbeitsminister Olaf Scholz will ein Verfahren zur individuellen Zeitdatensammlung einführen, das die Unfallversicherungen entlasten soll. Anders als bisher sollen Betriebe die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter nicht mehr pauschal melden, sondern individuell erfassen, speichern und an die Krankenversicherung berichten. Von dort aus sollen die Individualdaten an die Rentenversicherung (die im ELENA-Verfahren eingebunden ist) und schließlich an die Unfallversicherung weitergeleitet werden. Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung laufen die Arbeitgeber gegen diese "Stechuhr für alle" Sturm, weil der Verwaltungsaufwand für die individuelle Zeitdatenspeicherung sehr hoch sein soll. In jedem Fall würde er die Unfallversicherungen nur wenig entlasten. Sollte das "Konjunkturprogramm für die Hersteller von Zeiterfassungssystemen" (FAZ) kommen, könnte die Gefahr bestehen, dass die solchermaßen anfallenden Arbeitszeitdaten auch für ELENA-Meldungen benutzt werden.

Siehe dazu auch:

  • Elektronischer Einkommensnachweis ELENA nimmt Formen an
  • Elektronischer Personalausweis: Wenn das Web den Ausweis sehen will
  • Jobcard: ELENA nimmt wieder Fahrt auf
  • Kritik an geplantem elektronischem Einkommensnachweis
  • Jobcard verzögert sich
  • Jobcard für Sozialleistungen soll Kosten sparen

(Detlef Borchers) / (Detlef Borchers) / (jk)

« Vorige | Nächste »

Version zum Drucken | Per E-Mail versenden

Permalink: http://heise.de/-216314

Kommentare lesen (93 Beiträge)

Auch auf heise online:

  • Thilo Weichert als oberster Datenschützer Schleswig-Holsteins bestätigt
  • Einigung um Datenschutzposten in Schleswig-Holstein in Sicht
  • Bundeskabinett beschließt elektronischen Einkommensnachweis ELENA
  • Elektronischer Einkommensnachweis ELENA nimmt Formen an
  • Jobcard: ELENA nimmt wieder Fahrt auf
  • Jobcard für Sozialleistungen soll Kosten sparen

Jobbörse

  • Teamleiter (m/w) Entwicklung B..., BITMARCK HOLDING GMB...
  • Specialist Lohn- und Gehaltsab..., Computacenter AG & C...
  • Systemingenieur (m/w), LFK-Lenkflugkörpersy...
  • Ingenieur (m/w) für Audiologie..., Siemens AG Medical S...
  • IT Manager SAP Services & ITSM..., HRM Consulting GmbH

weitere aktuelle Stellenangebote »

Karriere

  • Wer verdient wie viel? Teil 1: Angestellte
  • Wer verdient wie viel?
  • c't-Gehaltsumfrage 2008
  • Optimistisch trotz Finanzkrise
  • Streitpunkt Fachkräftemangel

Veranstaltungen

  • Intranet mit SharePoint®14.06.2012
  • Steuerbilanz & E-Bilanz mit SAP®13.06.2012
  • Risikomanagement mit SAP®11.06.2012
Anzeige

Jobs, Stellenangebote sowie Tipps zur Jobsuche und Bewerbung im Video bei JobTV24.de
heise jobs

Suche

News

  • 7-Tage-News
  • News-Archiv
  • News mobil
  • Newsletter

Karriere

  • Einsteiger
  • Professionals

Service

  • Veranstaltungen
  • Weiterbildungssuche
  • Kostenlose E-Books

Foren

  • Einsteiger
  • Professionals
  • Datenschutzhinweis
  • Impressum
  • Mediadaten
  • 213106
  • Content Management by InterRed
  • Copyright © 2012 Heise Zeitschriften Verlag
  • International: The H, The H Security, The H Open Source