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heise jobs > News > 2008 > KW 49 > Infineon-Chef macht trotz Krise in Optimismus

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News-Meldung vom 04.12.2008 10:29

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Infineon-Chef macht trotz Krise in Optimismus

Trotz erneut tiefroter Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 rechnet sich Infineon-Chef Peter Bauer nach wie vor gute Zukunftschancen für sein Unternehmen aus. "Märkte ziehen auch wieder an. Und selbst wenn das ein bis zwei Jahre dauert: Wir werden das überleben", sagte Bauer in einem Gespräch mit dpa.

Zuletzt hätten zwar die Verluste und Abschreibungen bei der Speicherchiptochter Qimonda die Bilanz des Halbleiterherstellers verhagelt, im eigentlichen Kerngeschäft mit Chips für die Automobil- und die Mobilfunkindustrie sei es aber noch ganz ordentlich gelaufen, so Bauer. "Ohne Qimonda und die weltweite Krise wären wir schon dieses Jahr profitabel gewesen." Gute Chancen rechne er sich vor allem auf dem Automarkt aus, so Bauer weiter. Auch wenn es dort zuletzt kräftige Absatzeinbrüche gegeben habe, steige der Bedarf in Schwellenländern wie China und Indien. Hinzu komme, dass zunehmend anspruchsvollere Technik wie zum Beispiel Hybridantriebe verbaut werde, auch in Kleinwagen.

Die Nachfrage nach Steuerchips werde sich daher selbst bei stagnierenden Absatzzahlen erhöhen, sagte Bauer. "Der Elektronikinhalt in kleinen Fahrzeugen wird rapide steigen." Im Mobilfunkbereich sei angesichts der bereits vorhandenen riesigen Volumina zwar kaum noch Wachstum zu erwarten, Infineon wolle sich hier aber höhere Marktanteile sichern.

Zusammenschlüssen oder Übernahmen in der Branche räumte Bauer derzeit kaum Chancen ein. "Momentan kümmert sich jeder um sich selbst. Jeder ist damit beschäftigt, Sanierungsprogramme auf den Weg zu bringen und seine eigene Bilanz in Ordnung zu bringen." Geld für Fusionen und Übernahmen seien wegen der Finanzkrise kaum aufzubringen. "In wirklich schlechten Zeiten gibt es keine Konsolidierung."

Siehe dazu auch:

  • Chiphersteller Infineon mit hohen Verlusten
  • Qimonda konkretisiert Stellenabbau in Dresden
  • Qimonda schürt Hoffnungen
  • Speicherchip-Hersteller kürzen Investitionen
  • Qimonda hofft auf 500-Millionen-Bürgschaft
  • Qimonda-Krise: Infineon-Spitze wendet sich an Bundesregierung
  • Qimonda bemüht sich um Hilfe aus Sachsen
  • IG Metall empört über Austritt von Infineon aus Arbeitgeberverband
  • Infineon tritt aus Arbeitgeberverband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie aus
  • Infineon-Chef sieht Lösung für Qimonda
  • Infineon-Chef verteidigt Jobabbau
  • Infineon kommt bei Stellenabbau schnell voran

(Michael Friedrich, dpa / Daniel Schnettler, dpa-AFX) / (Michael Friedrich, dpa / Daniel Schnettler, dpa-AFX) / (jk)

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  • Infineon-Chef will 2009 dreistelligen Millionenbetrag einsparen
  • Infineon leidet unter Speicherchiptochter Qimonda

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