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heise jobs > News > 2008 > KW 50 > Kurzarbeit bei Infineon

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News-Meldung vom 10.12.2008 14:19

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Kurzarbeit bei Infineon

Der Chipkonzern Infineon schickt die rund 2400 Beschäftigten seines Regensburger Werkes Anfang 2009 für ein halbes Jahr in Kurzarbeit. Mit dem Betriebsrat sei eine entsprechende Betriebsvereinbarung geschlossen worden, sagte ein Infineon-Sprecher am Mittwoch in München. Mit dem Schritt reagiert der Konzern auf die anhaltende Marktschwäche. Abhängig von der Auftragslage wäre auch eine Verlängerung der Kurzarbeit auf Basis einer gesonderten Vereinbarung möglich, sagte der Sprecher. Der Infineon-Vorstand hatte kürzlich nicht ausgeschlossen, dass auch andere Standorte von Kurzarbeit betroffen sein könnten. Weitere Vereinbarungen gibt es aber nach Unternehmensangaben bisher nicht.

"Durch die gegenwärtige wirtschaftliche Entwicklung ergeben sich für unseren Betrieb Regensburg massive Nachfragerückgänge und damit verbunden erhebliche Auslastungsprobleme", hieß es in einer Mitteilung des Unternehmen. Mit der Kurzarbeit vom 1. Januar 2009 an solle diese "kritische Entwicklung" überbrückt werden. Der zeitliche Umfang betrage je nach Betriebsabteilung zwischen 15 und 40 Prozent der monatlichen Arbeitszeit.

Infineon war zuletzt immer tiefer in die Krise gerutscht. Der Konzern leidet unter dem Preisverfall am Chipmarkt und den hohen Verlusten und Abschreibungen bei der ums Überleben kämpfenden Speicherchip-Tochter Qimonda. Ihr droht nach eigener Einschätzung bis März die Insolvenz, falls sich kein finanzstarker Investor findet. Infineon hatte das mit dem September abgelaufene Geschäftsjahr 2007/08 mit einem Verlust von 3,12 Milliarden Euro abgeschlossen, damit machte der Fehlbetrag drei Viertel der gesamten Umsätze aus. Auch für das neue Geschäftsjahr sind die Aussichten trübe.

Siehe dazu auch:

  • Ex-Infineon-Chef Schumacher hat kein Interesse an Qimonda
  • Sachsen: Hilfen für Qimonda sind Grenzen gesetzt
  • Streit zwischen Infineon und Sachsen um Qimonda verschärft sich
  • Infineon dementiert Verhandlungen über Einstieg bei Chiphersteller
  • Infineon-Manager in der Defensive offensiv
  • Sachsens Ministerpräsident will sich von Infineon nicht unter Druck setzen lassen
  • Sugoma KG wollte Qimonda übernehmen
  • Infineon-Chef macht trotz Krise in Optimismus
  • Chiphersteller Infineon mit hohen Verlusten
  • Qimonda konkretisiert Stellenabbau in Dresden
  • Qimonda schürt Hoffnungen
  • Speicherchip-Hersteller kürzen Investitionen
  • Qimonda hofft auf 500-Millionen-Bürgschaft
  • Qimonda-Krise: Infineon-Spitze wendet sich an Bundesregierung
  • Qimonda bemüht sich um Hilfe aus Sachsen
  • IG Metall empört über Austritt von Infineon aus Arbeitgeberverband
  • Infineon tritt aus Arbeitgeberverband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie aus
  • Infineon-Chef sieht Lösung für Qimonda
  • Infineon-Chef verteidigt Jobabbau
  • Infineon kommt bei Stellenabbau schnell voran

(dpa) / (dpa) / (anw)

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Permalink: http://heise.de/-188440

Kommentare lesen (24 Beiträge)

Auch auf heise online:

  • FDP: Qimonda-Insolvenz bedeutet nicht das Ende von "Silicon Saxony"
  • Sachsen berät über Qimonda-Hilfspaket
  • Sachsen unterstützt Dresdner Qimonda-Werk mit 150 Millionen Euro [Update]
  • Bericht: Neue Chance für Qimonda
  • Infineon dementiert Verhandlungen über Einstieg bei Chiphersteller
  • Streit zwischen Infineon und Sachsen um Qimonda verschärft sich

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