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heise jobs > News > 2009 > KW 9 > Mobbing-Vorwürfe gegen Telekom Austria

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News-Meldung vom 24.02.2009 20:16

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Mobbing-Vorwürfe gegen Telekom Austria

Der Telekom Austria Konzern (TA) sieht sich vor der morgigen Bekanntgabe der Jahreszahlen für 2008 dem Vorwurf gezielten Mobbings unerwünschter Mitarbeiter ausgesetzt. Anlass sind Aussagen eines hochrangigen TA-Managers gegenüber Finanzanalysten. Nicht mehr benötigte, aber unkündbare Mitarbeiter, die nicht freiwillig eine Sonderzahlung (Golden Handshake) akzeptieren und das Unternehmen verlassen, sollen demnach durch Klagen dazu gedrängt werden. Die TA, die in diesem Jahr 1250 Beamte loswerden möchte, weist die Vorwürfe zurück.

Beim Capital Market Day am 29. Januar hatte Gernot Schieszler, stellvertretender CEO und Finanzvorstand des TA-Festnetzes, überraschende Einblicke in seine Taktik zum beschleunigten Abbau unkündbarer Mitarbeiter gegeben. Bis zu dem Tag hatten 270 Beamte einen Golden Handshake akzeptiert, 600 weitere wurden vom Dienst freigestellt und werden (unter Abzug der Zulagen) weiter bezahlt. Diese freigestellten Mitarbeiter sollten nach Schieszlers Ankündigung im Februar angerufen und für einige Tage zurück zur Arbeit gerufen werden. Dabei, so erwartete der Manager, würden einige am Telefon erkranken. "Dann kommt ein Arzt und sieht, dass sie nicht krank sind", so Schieszler. "Und wenn sie nicht krank sind, werden wir klagen. Ich denke, das wird zu dem Effekt führen, dass einige Leute zusätzlich Golden-Handshake-Angebote annehmen." Die inzwischen aus dem offiziellen TA-Video herausgeschnittene Passage ist via YouTube an eine breite Öffentlichkeit gelangt.

Im TA-Intranet versucht der auch für das Personal zuständige Manager die aufgebrachte Belegschaft zu beruhigen. Laut Standard spricht Schieszler von einem "missverständlichen Videobeitrag auf YouTube" und von "unglücklich und missverständlich" gewählten Aussagen. Er distanziere sich "ganz klar von diesem Videobeitrag, der keinesfalls meine Meinung zur Personalsituation in unserem Unternehmen wiedergibt." (Daniel AJ Sokolov) / (Daniel AJ Sokolov) / (pmz)

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