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heise jobs > News > 2008 > KW 52 > Sachsen arbeitet weiter an Qimonda-Hilfspaket

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News-Meldung vom 24.12.2008 10:43

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Sachsen arbeitet weiter an Qimonda-Hilfspaket

In Sachsen wird weiter am Rettungspaket für den angeschlagenen Speicherchiphersteller Qimonda gearbeitet. "Es gibt noch kein finales Vertragswerk", sagte Regierungssprecher Peter Zimmermann am Dienstag nach der Sitzung des Kabinetts. Die Staatsregierung sei sich aber einig, alles zu tun, um das Werk am Standort Dresden zu halten. Am Wochenende war ein Hilfspaket für den von Insolvenz bedrohten Halbleiter-Hersteller präsentiert worden. Danach will Sachsen 150 Millionen Euro gewähren, 100 Millionen Euro das Land Portugal, wo es ein Qimonda-Werk gibt, und 75 Millionen Euro der Mutterkonzern Infineon. Von dem erwartet die Landesregierung eigentlich ein stärkeres Engagement bei der Rettung von Qimonda.

Die Landesregierung stehe uneingeschränkt hinter dem Kabinettsbeschluss der vergangenen Woche, sagte Zimmermann. Das angebotene Darlehen zur Rettung von Qimonda war an die Bedingung für Infineon geknüpft, einen Betrag in gleicher Höhe beizusteuern. Der neue Vorschlag unter Beteiligung des Landes Portugal müsse genau geprüft werden. Man sei sich einig, dass es einer nachhaltigen, kalkulierbaren und verlässlichen Lösung bedarf, sagte er. "Der Ministerpräsident hat den Wirtschaftsminister und den Finanzminister gebeten, alle vorliegenden Informationen miteinander zu vernetzen und eine gemeinsame Einschätzung zu geben, wie es in den nächsten Tagen und Wochen weitergehen soll", sagte er.

Zimmermann verwies auf die Verantwortung des Mutterkonzerns Infineon für die Zukunft seiner Tochter. "Er ist der alleinige Ansprechpartner und damit auch Verhandlungspartner und möglicherweise Kooperationspartner der sächsischen Staatsregierung", sagte er. "Das Gesamtfinanzierungskonzept von Qimonda muss unter maßgeblicher Beteiligung des Hauptanteilseigner abgesichert sein", betonte er. Es könnten sich aber auch andere Gesprächspartner beteiligen, so wie Portugal. Am 6. Januar soll es eine außerplanmäßige Kabinettssitzung geben, um die Ergebnisse zu diskutieren.

Das Dresdner Qimonda-Werk mit derzeit rund 3200 Beschäftigten ist mit AMD und Infineon einer der drei großen Chipproduzenten am Halbleiterstandort Sachsen, dem einzigen bedeutenden in Europa. Geht Qimonda in Insolvenz, wird eine Sogwirkung befürchtet. Rund 42.000 Arbeitsplätze gibt es in der Halbleiter-, IT- und Kommunikationsbranche in Sachsen.

Siehe dazu auch:

  • Qimonda ist "optimistisch"
  • Qimonda ist vorläufig gerettet
  • Portugiesischer Millionenkredit rettet Qimonda
  • Möglicherweise Hoffnung für Qimonda durch Darlehen aus dem Ausland
  • Zähes Ringen um Rettung von Qimonda
  • Merkel schaltet sich bei Qimonda ein
  • Infineon weist angebliche Vorwürfe zu "Luftbuchungen" zurück
  • Rettung von Qimonda weiter auf der Kippe
  • Poker um eine Zukunft für Qimonda
  • Infineon beteiligt sich nicht an Rettungspaket für Qimonda
  • Sachsen unterstützt Dresdner Qimonda-Werk mit 150 Millionen Euro
  • Neue Chance für Qimonda
  • Regierung gibt keine Details zu Qimonda-Verhandlungen preis
  • Kurzarbeit bei Infineon
  • Ex-Infineon-Chef Schumacher hat kein Interesse an Qimonda
  • Sachsen: Hilfen für Qimonda sind Grenzen gesetzt
  • Streit zwischen Infineon und Sachsen um Qimonda verschärft sich
  • Infineon dementiert Verhandlungen über Einstieg bei Chiphersteller
  • Infineon-Manager in der Defensive offensiv
  • Sachsens Ministerpräsident will sich von Infineon nicht unter Druck setzen lassen
  • Sugoma KG wollte Qimonda übernehmen
  • Infineon-Chef macht trotz Krise in Optimismus
  • Chiphersteller Infineon mit hohen Verlusten
  • Qimonda konkretisiert Stellenabbau in Dresden
  • Qimonda schürt Hoffnungen
  • Speicherchip-Hersteller kürzen Investitionen
  • Qimonda hofft auf 500-Millionen-Bürgschaft
  • Qimonda-Krise: Infineon-Spitze wendet sich an Bundesregierung
  • Qimonda bemüht sich um Hilfe aus Sachsen
  • IG Metall empört über Austritt von Infineon aus Arbeitgeberverband
  • Infineon tritt aus Arbeitgeberverband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie aus
  • Infineon-Chef sieht Lösung für Qimonda
  • Infineon-Chef verteidigt Jobabbau
  • Infineon kommt bei Stellenabbau schnell voran

(dpa) / (dpa) / (jk)

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  • Finanzkreise: Qimonda braucht weitere 300 Millionen Euro
  • Sächsische FDP schlägt Verlagerung des Qimonda-Hauptsitzes nach Dresden vor
  • Qimonda-Hilfe: Gespräche werden fortgesetzt
  • Sachsen berät über Qimonda-Hilfspaket

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