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heise jobs > News > 2009 > KW 2 > Sachsen berät über Qimonda-Hilfspaket

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News-Meldung vom 05.01.2009 18:51

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Sachsen berät über Qimonda-Hilfspaket

Sachsens Regierung und die Koalitionsfraktionen CDU und SPD beraten am morgigen Dienstag über das Rettungspaket für das Dresdner Werk des angeschlagenen Speicherchip-Herstellers Qimonda. Es wird nicht erwartet, dass abschließende Entscheidungen getroffen werden. In Rede steht ein 325 Millionen Euro schweres Rettungspaket, an dem sich Sachsen, der Mutterkonzern Infineon (München) und Portugal beteiligen. Am Dienstag kommt zunächst das Kabinett zu einer Sondersitzung zusammen. Danach sollen die Koalitionsfraktionen über den Stand der Dinge informiert werden.

Das Dresdner Qimonda-Werk mit derzeit rund 3200 Beschäftigten ist mit AMD und Infineon einer der drei großen Chipproduzenten am Halbleiterstandort Sachsen, dem einzigen bedeutenden in Europa. Bis Frühjahr sollen rund 950 Stellen abgebaut werden. Geht Qimonda in Insolvenz, wird eine Sogwirkung befürchtet. Überproduktion und Preisverfall haben zu einem ruinösen Wettbewerb im Halbleitermarkt geführt und Qimonda in Schieflage gebracht.

Seit Mitte Dezember liegt ein neues Hilfspaket für Qimonda auf dem Tisch, das Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) – allerdings ohne Rücksprache mit dem Kabinett – präsentiert hatte. Danach könnte Sachsen 150 Millionen Euro Kapital gewähren, 100 Millionen Euro das Land Portugal mit einem Qimonda-Werk, 75 Millionen Euro der Mutterkonzern Infineon. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hatte Aussagen über eine Rettung des Dresdner Standortes relativiert. "Damit kann man der Lösung ein Stück näher gekommen sein", schränkte er das Verhandlungsergebnis ein.

Hintergrund ist die Tatsache, dass der Mutterkonzern Infineon an dem offerierten Lösungsvorschlag nur zu einem Drittel beteiligt wäre. Zudem hatte Sachsens Regierung das Angebot von 150 Millionen Euro für Qimonda per Kabinettsbeschluss an Bedingungen geknüpft. Danach soll sich unter anderem Infineon ebenfalls mit 150 Millionen Euro am Hilfspaket beteiligen. Das hatte der Konzern jedoch als unzumutbar abgelehnt.

Siehe dazu auch:

  • Sachsen arbeitet weiter an Qimonda-Hilfspaket
  • Qimonda ist "optimistisch"
  • Qimonda ist vorläufig gerettet
  • Portugiesischer Millionenkredit rettet Qimonda
  • Möglicherweise Hoffnung für Qimonda durch Darlehen aus dem Ausland
  • Zähes Ringen um Rettung von Qimonda
  • Merkel schaltet sich bei Qimonda ein
  • Infineon weist angebliche Vorwürfe zu "Luftbuchungen" zurück
  • Rettung von Qimonda weiter auf der Kippe
  • Poker um eine Zukunft für Qimonda
  • Infineon beteiligt sich nicht an Rettungspaket für Qimonda
  • Sachsen unterstützt Dresdner Qimonda-Werk mit 150 Millionen Euro
  • Neue Chance für Qimonda
  • Regierung gibt keine Details zu Qimonda-Verhandlungen preis
  • Kurzarbeit bei Infineon
  • Ex-Infineon-Chef Schumacher hat kein Interesse an Qimonda
  • Sachsen: Hilfen für Qimonda sind Grenzen gesetzt
  • Streit zwischen Infineon und Sachsen um Qimonda verschärft sich
  • Infineon dementiert Verhandlungen über Einstieg bei Chiphersteller
  • Infineon-Manager in der Defensive offensiv
  • Sachsens Ministerpräsident will sich von Infineon nicht unter Druck setzen lassen
  • Sugoma KG wollte Qimonda übernehmen
  • Infineon-Chef macht trotz Krise in Optimismus
  • Chiphersteller Infineon mit hohen Verlusten
  • Qimonda konkretisiert Stellenabbau in Dresden
  • Qimonda schürt Hoffnungen
  • Speicherchip-Hersteller kürzen Investitionen
  • Qimonda hofft auf 500-Millionen-Bürgschaft
  • Qimonda-Krise: Infineon-Spitze wendet sich an Bundesregierung
  • Qimonda bemüht sich um Hilfe aus Sachsen
  • IG Metall empört über Austritt von Infineon aus Arbeitgeberverband
  • Infineon tritt aus Arbeitgeberverband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie aus
  • Infineon-Chef sieht Lösung für Qimonda
  • Infineon-Chef verteidigt Jobabbau
  • Infineon kommt bei Stellenabbau schnell voran

(dpa) / (Peter-Michael Ziegler) / (pmz)

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Auch auf heise online:

  • CDU gibt Brüssel Mitschuld am Scheitern von Qimonda
  • Finanzkreise: Qimonda braucht weitere 300 Millionen Euro
  • Sächsische FDP schlägt Verlagerung des Qimonda-Hauptsitzes nach Dresden vor
  • Sächsische CDU-Fraktion stellt Rettungsplan für Qimonda in Frage
  • Qimonda-Hilfe: Gespräche werden fortgesetzt
  • Sachsen arbeitet weiter an Qimonda-Hilfspaket

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