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c't special 06/2006 Digitale Fotografie |
Programme auf der DVD Dieses Heft bieten wir leider nicht mehr an. |
schon der Name an sich löst hitzige Debatten aus: Heißt es nun Schärfentiefe oder Tiefenschärfe? Ob Definition oder Effekt – beides eignet sich trefflich für heftige Diskussionen. Doch sei’s drum. Wir haben uns der Sache pragmatisch angenommen und das Thema in die Frage gefasst: Wie nutze ich Unschärfe?
Diese Herangehensweise gewinnt zunehmend an Bedeutung, weil digitale Kameras mit großen Abbildungstiefen arbeiten. Das mag bei Landschafts- oder Architekturaufnahmen von Vorteil sein, ist aber mitunter, wenn man den Blick des Betrachters auf ein plastisch herausgehobenes Hauptmotiv lenken will, nicht erwünscht, da eine von vorn bis hinten durchgehende Schärfe ein Foto flach und langweilig erscheinen lässt. Viel mehr als beim Einsatz analoger Kameras lohnt es sich daher für den Fotografen mit Digitalkamera, bewusst und kreativ mit Unschärfe umzugehen. Wie, das zeigt Fotograf und c’t-Art-Director Thomas Saur in seinem Workshop zur selektiven Schärfe auf Seite 90.
„Available Light“ lautet der englische Fachbegriff dafür, beim Fotografieren etwa in der Dämmerung oder schwach beleuchteten Innenräumen mit dem vorhandenen Restlicht auszukommen. Ziel ist es, die durch wenig Licht bestimmte Atmosphäre authentisch und stimmungsvoll abzubilden – ohne Blitzlicht oder zusätzliche Ausleuchtung, dennoch verwacklungsfrei (Seite 80).
Auch Blitzen will gelernt sein: Totgeblitzte Aufnahmen, noch dazu mit Schlagschatten verunziert – eine Erfahrung, die schon viele haben machen müssen. Und daher die gleißende Lichtquelle mehr oder weniger als Ultima Ratio einsetzen. Der Werbefotograf Dirk Wächter legt dar, warum er in Sachen Blitzen vom Saulus zum Paulus wurde. Und er illustriert, unter welchen Bedingungen sich Blitzlicht nicht nur im Dunklen, sondern sogar bei Sonnenschein empfiehlt und wann man der Kameraautomatik vertrauen sollte oder lieber selbst an den Knöpfen für Blende und Belichtungszeit dreht (Seite 134).
Der Trend zu höheren Pixelzahlen hält unvermindert an; allerdings wachsen die Chipgrößen nicht mit, sodass sich etwa bei den Kompaktkameras zwei bis drei Megapixel mehr auf der gleichen Sensorfläche drängeln als früher. Wie sich die Pixelvermehrung auf das Rauschverhalten auswirkt, ob es sich bei den neuen Kompakten eher um Schönwetter-Knipsen handelt oder es den Herstellern gelungen ist, wirksame Rauschunterdrückung in die Kameraelektronik zu integrieren, erfahren Sie ab Seite 8. Und natürlich auch, welche Superzoom- und Spiegelreflexkameras wie gut in unseren Vergleichstests abgeschnitten haben.
Herzlich Ihr
Adolf Ebeling
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