Der Schussel: Für ihn ist IT-Sicherheit ein Fremdwort – nicht aus Böswilligkeit, er hat nur leider noch nichts von der harten Realität der IT-Welt mitbekommen. Im übertragenen Sinne glaubt er noch an den IT-Weihnachtsmann und ist vermutlich derzeit die am weitesten verbreitete Spezies. Gefahr fürs Unternehmen: sehr hoch.
Der Ignorant hat wichtigere Dinge zu tun, als sich um die Sicherheit vertraulicher Informationen zu kümmern – das kann schließlich das dafür zuständige Fußvolk oder einfach irgendjemand erledigen. Zwar hat er keine Einwände, wenn der Administrator ihm Verschlüsselungssoftware auf seinem Laptop oder gar Sprachverschlüsselung fürs Handy installiert, es hindert ihn aber auch nicht daran, die intimsten Firmengeheimnisse im ICE oder auf den Flughäfen vor zahlreichen Zuhörern herauszuposaunen. Böse Zungen nennen ihn gelegentlich auch den „Brülltelefonierer“. Trägt schwarze Anzüge und ist häufig bei Kongressen oder allerlei Besprechungen anzutreffen. Gefahr fürs Unternehmen: hoch.
Der Aufgeklärte gibt sich redlich Mühe, keinerlei Schaden anzurichten. Verschlüsselung ist für ihn selbstverständlich, ebenso wie eine gewisse Umsicht bei der Internetnutzung oder der verantwortungsbewusste Umgang mit vertraulichen Informationen. Leider in freier Wildbahn sehr selten anzutreffen. Gefahr fürs Unternehmen: minimal.
Der Kriminelle: Verfolgt rücksichtslos seine – meist pekuniär motivierten – Interessen, klaut und missbraucht sämtliche Informationen, derer er habhaft werden kann. Tritt laut Medienbeobachtung in letzter Zeit verstärkt auf. Vorsicht: Tarnt sich im Unternehmen meist durch Unauffälligkeit oder vorgetäuschte Harmlosigkeit. Äußerlich Verwechslungsgefahr mit Kategorie (a). Gefahr fürs Unternehmen: extrem hoch.
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