![]() iX special 02/2009 Web on Rails |
Für Webentwickler sieht die Lernkurve aus wie der Berg, den Sisyphos seinen Felsblock immer wieder hinaufrollen muss. Kaum hat man ein Paradigma verdaut, eine neue Skriptsprache gelernt, droht schon die nächste Lernkurve am Horizont.
Sicher scheint nur zu sein, dass vor allem für größere Websites, die Teams von Designern, Autoren und Entwicklern pflegen, strukturiertes Vorgehen und wiederverwendbare Bausteine unerlässlich, wenn nicht lebenswichtig sind. Für Webentwicklung insgesamt heißt das in vielen Fällen: Ein Framework zur Unterstützung der eigenen Arbeit muss her, damit das Team nicht alle Räder dieser Welt immer wieder erfinden muss.
Im Zentrum dieses Sonderhefts der iX stehen deshalb vor allem Web-Frameworks für die wichtigen einschlägigen Sprachen. Rund 45 Seiten haben wir allein diesem Schwerpunkt gewidmet, damit angehende wie erfahrene Webentwickler sich einen Überblick darüber verschaffen können, was der größtenteils der Open-Source-Welt entstammende Markt an Varianten bietet. Von PHP und Java bis Rails und Perl, Python und ASP.Net. Gerade bei Letzterem hat sich kürzlich etwas getan. Nicht zu vergessen: Smalltalk ist ebenfalls dabei …
Fast ebenso wichtig sind die ausführlichen Tutorials – Einführungen in die Arbeit mit Ruby on Rails, Grails, Silverlight und Flash. Inklusive einer Gegenüberstellung der beiden Letzteren sowie einer Übersicht zu Open-Source-Compilern für ActionScript.
Bei dem an Ruby on Rails angelehnten Titel dieses Heftes darf dies Framework nicht fehlen. Außer dem erwähnten Tutorial gibt’s den Stand der Dinge in Sachen Rails und seiner schlanken Konkurrenz Merb. Schließlich stellen wir Ext JS vor, ein JavaScript-Framework, das in Verbindung mit Rails die RIA-Entwicklung erleichtert.
Gleich, welche Sprache, welches Framework es sein soll: Ein vergleichender Blick kann nicht schaden, denn hinter dem Tellerrand geht die Welt bekanntlich weiter. Das Web ist nach wie vor auf dem Weg; nur das Wohin lässt sich schwer voraussagen. Wie immer auch das Web 3.0 oder 4.0 aussehen mag: Zu wissen, mit welchen Sprachen es in naher Zukunft wahrscheinlich weiterentwickelt wird, kann nicht verkehrt sein.
iX wünscht viel Spaß beim Lesen.
Henning Behme
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