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Telepolis special 01/2008
Energien intelligent nutzen

Programme auf der CD
Inhaltsverzeichnis
Editorial

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Editorial

Liebe Leser,

wussten Sie, dass der Standby-Betrieb von Haushaltsgeräten mehr Strom pro Jahr verbraucht als der gesamte öffentliche Personennah-und Fernverkehr in der Bundesrepublik – also mehr als alle elektrischen Straßenbahnen, S-Bahnen und Fernzüge?

Das wusste ich am Anfang der Arbeit für dieses Heft auch nicht, aber die Zusammenarbeit mit Experten hat einiges zu Tage gefördert. Offenbar besteht jetzt schon Bedarf nach Speichermöglichkeiten für Strom, und der Bedarf wird wachsen. Deutschlands Wasserstoffexperte Sven Geitmann vom Hydrogeit Verlag erklärt in diesem Heft den Stand der Dinge.

Der Strom muss allerdings nicht gespeichert werden, wenn man den Verbrauch an den Bedarf anpasst. Diese Idee ist nicht neu, sondern reicht Jahrzehnte zurück. Und langsam tut sich was. So hat Italien sogenannte „intelligente Stromzähler“ bereits 2005 flächendeckend installiert. Auch in den USA läuft einiges in Sachen „demandmanagement“, wie uns der US-Experte, Deutschlandkenner und WWF „Climate Hero“ Jeffrey Michel erklärt.

Der deutsche Umweltminister Sigmar Gabriel pries Deutschland auf der Klimakonferenz in Bali im Dezember 2007 als Vorreiter im Klimaschutz, und zwar mit einem Paket von Maßnahmen, die 2008 in Kraft treten werden. Im Januar hat die EU-Kommission den Mitgliedsländern Klimaziele vorgegeben: Deutschland muss bis 2020 14 Prozent weniger CO2 ausstoßen als im Jahre 2005 – Österreich sogar 16 Prozent weniger.

Vielleicht haben Sie im Radio oder Fernsehen einiges zu den Förderprogrammen für energiesparendes Bauen und Modernisieren erfahren, aber wer kann schon die Details im Kopf behalten? Der Berliner Architekt Matthias Brake erklärt im Heft die Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und stellt zugleich die neuesten technischen Möglichkeiten im Bereich der energetischen Gebäudesanierung vor.

Hinzu kommen die Änderungen für Kraftfahrzeuge, Stichwort: emissionsarm – aber lesen Sie doch selbst. Vielleicht werden Sie mir dann beipflichten, dass man durch die Lektüre nicht nur einiges Praktisches in Sachen Energiesparen erfährt, sondern auch manches, was in diesem Zusammenhang theoretisch möglich wäre, wenn nur Industrie und Politik bereit wären, bisherige Widerstände aufzugeben.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Spaß beim Lesen!

Craig Morris

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