31. Oktober 2012 16:29

Re: iTunes ist scheisse verdammt

wplinge schrieb am 31. Oktober 2012 13:45

> KolbHans schrieb am 31. Oktober 2012 13:28

> > Das Jammern ist berechtigt.
> > Eben WEIL es (dank Apples Firmenpolitik) praktisch keine brauchbaren
> > Alternativen gibt, ist man gewzungen, das beschissene iTunes zu
> > verwenden.
> > 
> > Ich kenne jedenfalls keine einzige brauchbare Möglichkeit, unsere
> > iPod Nanos (6G) unter Linux mit Musik zu befüllen.

> Jetzt frage ich mich natürlich, warum iTunes von Dir das Attribut
> 'beschissen' bekommt.

Weil es ein beschissenes Stück Software ist.
Es verschlingt nicht nachvollziehbar Unmengen an Rechenleistung (100%
auf 1 Kern) trotz augenscheinlichem Nichtstun.
Es legt Unmengen unnützer Cache-Ordner und -Dateien an, die mein
Datenlaufwerk zumüllen und das Backup desselben fürchterlich zäh
machen.
Es ist mit einer Mediathek mit zehntausenden Songs (eingebunden via
Netzwerkshare) kaum noch sinnvoll benutzbar.
Es ist nicht in der Lage, bereits gelöschte Dateien auf dem iPad
durch neue zu ersetzen (blockiert als "andere Daten", möglicherweise
ist das aber auch ein Problem von iOS statt iTunes)

> Offensichtlich kannst Du es unter Linux ja gar
> nicht installieren, und damit verwenden. Deshalb etwa? Warum ist dann

Nein, ich bin Windows-User. Aber auch da gibt's keine Alternativen.

> iTunes 'beschissen', und nicht z.B. 'Linux', 'Wine' oder 'libgtkpod'?

libgtkpod ist insofern auch beschissen, aber daran ist Apple schuld
(wegen der geänderten und geheimgehaltenen Algorithmen).

> Ganz davon abgesehen: Der iPod Nano 6G wurde 2011 vorgestellt. In dem
> Jahr ist seit ca. _zehn_ Jahren bekannt, dass
> a) zum Befüllen eines iPod iTunes zwingend erforderlich ist, und
> b) iTunes unter Linux offiziell nicht zur Verfügung steht

a) stimmt so nicht.
Alle iPods einschließlich 5G konnten auch mit libgtkpod verwendet
werden.
Mit dem 6G hat Apple den Hash-Algorithmus verändert, was offenbar
noch nicht gelungen ist, in libgtkpod nachzuziehen.
Naiverweise bin ich damals (beim Kauf des ersten Nano 6G) davon
ausgegangen, dass der wohl auch von libgtkpod unterstützt würde.

> Warum man sich unter diesen Umständen als Linuxanwender einen iPod
> (oder gar gleich mehrere) zulegt ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.

Bin ich ja nicht.
Meine Freundin ist Ubuntu-Anwender, aber sie kann mein Windows zum
Befüllen ihres iPods verwenden.

> Als Linux noch mein Hauptsystem war, habe ich mir meine Hardware
> immer danach ausgesucht, ob sie unter Linux vernünftig funktioniert.

Leider gibt's zum iPod Nano 6G keine gleichwertige Alternative.

> Mir scheint hier eher ein klassisches PEBKAC-Problem vorzuliegen.

Nein, denn im Grunde wäre es schon ok, iTunes zu benutzen, wenn es
nicht so schlecht wäre.

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