21. Dezember 2012 01:19

Was sollen das bitte für hanebüchene Mondrechnungen sein???

> Nicht unbedingt. Ich habe so ein Produkt und komme in der Regel hin.

Ich will nicht bestreiten, daß man mit sowas hinkommen kann. Die
Drosselung auf Tröpfeldurchsatz ist dennoch schlicht nicht
nachvolziehbar.

> Warum nicht mehrere Packungsgrößen.

Diese Frage stellt sich immer – die Frage ist aber natürlich jeweils,
wie groß die Packungsgrößen sein sollen; und zwar in mehrerlei
Hinsicht – nicht nur im Kontingent zu erträglichem Durchsatz, sondern
auch im noch erträglichen Durchsatz bei Kontingentsüberschreitung.

> Flat für alle Kunden ist in der Regel für "Nicht so viel Nutzer"
> dann halt eben teurer,

Halt – und genau da fangen die Hanebücheneien an.

Was ist (eine) Flat?? Und die Antwort ist eigentlich einfach: eine
Flat ist jeder Tarif mit fixem monatlichem Entgelt ohne
Kontingentsbeschränkung, auch nicht kontingentsabhängige Drosselung.
Alles andere ist nicht Flat!

Die andere Seite ist aber: wie dick die Leitung sein soll, ist
unabhängig davon, ob ein Tarif nun eine Flat ist oder nicht. Ein
kontingentsunbeschränkter Tarif mit fixem Monatsentgelt ist per
definitionem eine Flat – ob der Durchsatz nun 14.4k/9.6k ist,
1024k/256k, 8M/1M, 12M/12M, 50M/50M oder was auch immer.

> sie haben keine Möglichkeit, mit weniger Geld den Dienst zu nutzen.

Welchen "Dienst"?

> Sollen sie dann parallel einen 128k Radiostream laufen lassen?

Was heißt "parallel", und wieso einen Radiostream?

> Sie wollen eben 3, 5, 10 oder 30GB verbrauchen und nicht die 17,352GB
> gemittelter Durchschnitt, mit entsprechender Flatrate.

Was soll das für Pseudopropagandaschwachsinn sein? Mal sind's 3GB in
einem Tag, an den meisten Tagen aber ca. 200MB, manchmal auch 300MB,
und insgesamt z.B. irgendwas im Bereich von 20GB plus minus 5GB im
Monat.

Aber wenn ich mal ein 1.2GB-großes Mac-Systemupdate runterholen muß,
dann will ich das nicht über 3 Monate verteilen müssen, sondern am
Stück mit erträglichem Speed runterholen können. Wenn ich in den
Tagen darauf eben nur max. 200MB holen kann, soll das nicht das
problem sein; so ein Großteil muß ja nicht alle Tage sein – aber es
muß am Stück sein!

> Überprüfen Sie mal Ihr persönliches Konsumverhalten beim Wohnungs-
> anschluß, bsp mit VDSL. Es ist kein Problem, 5TB/Monat zu ver-
> brauchen. Und manche Anwender machen das auch.

Derartige Mondvolumen sind nicht die Diskussionsgrundlage hier,
sondern ein Tarif, bei dem bei vollem Durchsatz innert 10 Minuten das
Monatskontingent aufgebraucht ist und für den Rest des Monats ein
Analog-Modem fast gleich schnell ist.

> Wenn Sie 1x pro Jahr auf 870GB/Monat gekommen sind und sonst bei
> 200 - 300GB/Monat liegen und es neben der Flat einen Volumentarif
> 1TB/Monat für €10 weniger gäbe, würden Sie den doch nehmen. Oder?

Nochmal: solche Datenmenten sind nicht das Thema hier. Zudem: der hat
aber einen Haken: wenn das Kontingent aufgebraucht ist (wie groß das
nun immer sein mag), geht's nur noch mit 64/16 weiter, und das ist
nicht akzeptabel. Wenn schon, dann muß es mit mindestens 1024k/256k
weitergehen, sonst ist nicht mal mehr normales arbeiten möglich – und
genau darum geht es hier!

> Wenn es ihn denn auch gäbe. Tut es aber nicht, also zahlen Sie
> die Flat, obwohl Sie gar nicht soviel Traffic generieren wollen,
> wie technisch möglich wäre.

Und wenn's dann doch mal mehr wird, geht so gut wie nix mehr. Nö! So
nicht. Wenn, dann muß man noch einigermaßen erträglich normal surfen
können – und das wäre sowas wie 1024k/256k. Zur Not ginge in
überlasteten Stunden zwar auch noch sowas wie 256k/64k – aber 64k/16k
ist nun nicht mal mehr schneller als GSM-HSCSD – das ist unter allem
Sauhund.

> Nachtrag
> Die Kalkulation und die Ausgestaltung der Produkte mit den einzelnen
> Leistungsmerkmalen der Serviceprovider ist für Aussenstehende sowieso
> nicht nachvollziehbar und hat auch mit Logik nichts zu tun.

Doch, doch: Logik steckt da schon dahinter – die lautet aber nur: der
Provider muß kassieren können, alles andere ist sekundär ...

> Für Sie als Kunde gilt: Lerne zahlen ohne (sich) zu (be)klagen.

Nö – die Konkurrenz wartet ja schon ...

Anzeige