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Gleichzeitig investieren die Unternehmen in Mobile Computing. Das Statistische Bundesamt (Destatis) ermittelte, dass im Jahr 2012 bereits 33 Prozent aller deutschen Unternehmen ihren Mitarbeitern tragbare Geräte mit mobilem Internet-Zugang zur Verfügung stellten. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Jahr 2008. Es besteht der Erhebung zufolge ein direkter Zusammenhang zwischen Unternehmensgröße und dem Einsatz von mobilem Internet: Während bei den großen Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten bereits 91 Prozent der Firmen ihren Mitarbeitern entsprechende Geräte zur Verfügung stellen, sind es bei den Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten nur 48 Prozent. Das Schlusslicht bilden kleine Firmen mit weniger als 10 Mitarbeitern, hier liegt die Durchdringung erst bei 31 Prozent.
Mit dem gefühlten Anspruch auf BYOD und der Tendenz der Unternehmen, mobile Endgeräte bei Bedarf bereitzustellen, bahnen sich Konflikte an: Während die IT bemüht ist, die eingesetzten Technologien möglichst homogen zu halten, führt BYOD zwangsläufig zu einer maximalen Heterogenität. Die Sicherheit ist nicht ohne weiteres zu gewährleisten, was besonders im Hinblick auf schützenswerte Unternehmensdaten den Verantwortlichen erhebliche Kopfschmerzen bereiten kann. Die gute Nachricht: Beide Probleme sind durchaus lösbar.
Und es lohnt sich in der Tat, BOYD als einen Teil der IT-Strategie zu begreifen und durch entsprechende Maßnahmen in das IT-Konzept zu integrieren. Die Vorteile sind in der Regel allerdings nicht konkret bezifferbar, sondern finden sich vor allem im Bereich der weichen Faktoren. An erster Stelle steht dabei, dass BYOD den Anwendern die Möglichkeit gibt, Teile ihrer Aufgaben mit den individuell bevorzugten Geräten zu erledigen. Die Benutzer erlangen so einen höheren Grad an Freiheit, was die Auswahl der Geräte und Plattformen betrifft. Und gleichzeitig erfährt das Unternehmen auf diesem Weg, welche Bedürfnisse und Vorstellungen die Mitarbeiter bei der IT-Nutzung haben. Nicht minder wichtig ist die Selbstdarstellung des Unternehmens, auch gegenüber potenziellen Bewerbern. Dass es bei BYOD nicht in erster Linie um reine Kosteneinsparungen geht, scheint allgemein erkannt zu sein. Laut einer Intel-Studie vom Herbst 2012, bei der 3000 IT-Fachleute und 1300 Endanwender in Deutschland, Australien, Südkorea und den USA befragt wurden, sehen weniger als ein Viertel der Teilnehmer den Hauptnutzen von BYOD in der Schonung des IT-Budgets.
Eine gemeinsame Studie von Intel und dem Computerhersteller Dell vom vergangenen Jahr kommt zu dem Schluss, dass BYOD auf der einen Seite die Produktivität und Loyalität der Mitarbeiter steigert, auf der anderen Seite jedoch vor allem bei der Sicherheit Fragen aufwirft. Ohne ein entsprechend ausgefeiltes Mobile Device Management (MDM) ist schon alleine aus dieser Perspektive BYOD kaum realisierbar. Denn die Probleme, die bereits mit den ersten Laptops der Außendienstmitarbeiter auftraten, potenzieren sich durch die allgegenwärtigen Smartphones und Tablets: verlorene Geräte mit sensiblen Daten und Zugangsdaten zum Unternehmensnetz, Malware aus unsicheren Internet-Zugängen, veraltete Betriebssystem- und Virenschutzversionen.