Besteht das Notebook-Gehäuse vollständig aus Metall und sind keine Antennen vorinstalliert, stehen die Chancen schlecht, es mit brauchbarer Reichweite zum Funken zu bringen. Denn ein geschlossenes Metallgehäuse schirmt elektromagnetische Wellen sehr gut ab. Eine Antenne müsste man dann außen anbringen. In dem Fall sollte man sich mit einer PC-Card zufrieden geben, auch wenn diese übersteht und leichter verloren gehen kann als ein eingebautes Modul.
Etwas Härteres als einen Daumennagel sollte man zum Lösen der filigranen U.FL-Stecker nicht verwenden, dabei am Kabel ziehen schon gar nicht.
Enden im leeren Mini-PCI-Slot schon ein oder zwei mit Miniatursteckern versehene Koaxkäbelchen, dann braucht man nichts weiter außer dem Mini-PCI-Modul. Das Kabel zwecks Verlustreduzierung oder höherem Verlegekomfort zu kürzen oder zu verlängern ist nicht empfehlenswert: Die mit knapp drei Millimetern Durchmesser winzigen U.FL-Stecker lassen sich nicht vom Kabel trennen und anschließend neu montieren. Zudem garantiert der Hersteller Hirose höchstens dreißig Steckspiele bei gleichbleibenden elektrischen Daten, unnötiges Lösen und Stecken sollte man also vermeiden. Auch ist der Versuch aussichtslos, die mitgelieferten Kabel durch Aufschneiden und Einlöten einer Verlängerung zu strecken: Jede Stoßstelle, also eine Steckverbindung oder Lötung, dämpft das Signal etwas. Unsachgemäße Montage oder falsches Kabel bringen dabei zusätzliche Verluste, denn Hochfrequenz verhält sich völlig anders als etwa Audiosignale.
Mini-PCI-WLAN-Module besitzen in der Regel zwei Antennenbuchsen. Wenn man nur einen Wellenfänger im Notebook vorfindet, schließt man diesen an die mit "Main" bezeichnete Buchse an. Ist eine zweite Antenne vorhanden, kommt sie an "Aux". Dann kann das Modul je nach Empfangssituation die jeweils bessere zum Senden wählen. Durch dieses Diversity genannte Verfahren kommt tendenziell eine stabilere Funkverbindung zu Stande.
Haben Moduleinbau und optionale Antennenimplantierung geklappt, kann sich der Besitzer über ein aufgewertetes Notebook freuen. So spart man unter Umständen die Investition in ein Neugerät und die Arbeit für den Umzug der Daten. Bei einem späteren Verkauf steigert die WLAN-Nachrüstung auch die Chance, einen guten Preis für seinen Gebrauchten zu bekommen. (ea)
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