Für den täglichen Bedarf liegt an Anwendungen alles bei, was die meisten brauchen: Open Office, Thunderbird und Firefox, Programme für die Verwaltung und Anzeige von Videos (nicht H.264-fähig), Bildern und E-Books, Skype, Messaging. Die geringe Auflösung stört bei vielen Anwendungen nicht, aber beim Surfen: Im Firefox ist häufiges Scrollen in alle Richtungen nötig.
Asus konnte für diesen Preis nur Billig-Hardware einsetzen: Ein Celeron M mit 900 MHz und 512 KByte L2-Cache mit Chipsatz Intel 915GML aus der vorletzten Intel-Generation steckt im Gehäuse. Trotz der schwachen Hardware starten die Anwendungen zügig und das Booten verläuft für Windows-Vista-geplagte Anwender außerordentlich schnell.
Auf Strom sparen ist das System nicht getrimmt, deshalb wird die Tastatur warm und der Lüfter läuft ab und zu, allerdings hört man ihn so gut wie nicht. Die Laufzeit beträgt trotz Strom schluckender Hardware wegen des großen Akkus 3,3 Stunden, beim Abspielen von Videos rund 3 Stunden.
Das Laden des Akkus ist ein Kapitel für sich, denn das schicke Netzteil ist zu schwach um den Eee PC zu betreiben und den Akku gleichzeitig schnell zu laden: Bei ausgeschaltetem Gerät steht der Akku nach zwei bis drei Stunden bereit; läuft der Eee PC, dann vergehen 4,4 Stunden, bis der Akku gefüllt ist.
Viele Daten darf man nicht mit auf Reisen nehmen: Statt Festplatte hat der Eee PC eine per SATA angebundene Flash-Platte (SSD, Solid State Disk), die nur knapp 4 GByte fasst. 2,3 GByte des Flash-Speichers belegen bereits Betriebssystem und Anwendungen, für den Anwender bleiben gerade mal 1,4 GByte Speicherplatz übrig. Ein großer USB-Stick oder eine SD-Karte (die im Slot an der rechten Seite einsetzbar ist) könnten daher ständige Begleiter des Eee PC werden.
Das Display ist gerade so hell genug für Innenräume, nicht aber für helle Umgebungen, etwa draußen bei Sonnenschein. Der Blickbereich ist groß genug, der Kontrast hoch. An Erweiterungsmöglichkeiten bringt der Eee PC einiges mit: 3 USB, Mikrofon, Audio out, 100-MBit-LAN, SD/MMC-Schacht, WLAN (802.11 a/b/g) und VGA. Letzteren konnten wir bis 1280 × 1024 betreiben, die höhere Auflösung von 1680 × 1050 gelang uns nicht. Der Sound über die beiden Lautsprecherchen links und rechts des Displays ist erstaunlich laut und klar, lediglich bassarm; das interne Mikrofon nimmt viel zu leise auf. Unser Modell hat noch eine Kamera oben am Display eingebaut.