Auch das kleine Weiße von Apple hat nun ein Gehäuse aus einem Stück sowie einen LED-Bildschirm und einen Lang-Lauf-Akku.
Zwei Hauptkritikpunkte am bisherigen MacBook waren das schlechte Display und die mit (un)schöner Regelmäßigkeit abbrechenden Handauflagen unterhalb der Tastatur. Für beides hat Apple nun Abhilfe geschaffen. Die Oberschale samt interner Stützstreben des neuen MacBooks wird aus einem Stück Polycarbonat-Kunststoff gefertigt und lässt sich nur von unten öffnen. Das glänzend polierte Gehäuse hat so unter den Handballen keine Sollbruchstelle mehr und dürfte sich auf Grund des anderen Materials auch nicht mehr so leicht verfärben.
Das 13-Zoll-Display spiegelt weiterhin mäßig, wird nun aber von Dioden hinterleuchtet und bietet einen wesentlich weiteren Blickwinkelbereich: Farben und Kontrast bleiben auch bei seitlicher Bewegung des Kopfes oder Klappen des Gehäusedeckels noch recht lange stabil. Der Farbraum ist für ein Notebook in Ordnung, Grün und Rot könnten satter dargestellt werden und bleiben deutlich hinter den Farben des Wide-Color-Gamut-Farben der MacBook-Pro-Modelle zurück. Die maximale Helligkeit ist mit 242 cd/m2 noch etwas höher als beim Vorgänger (223 cd/m2).
Außerdem hat auch das kleine Weiße nun einen fest verbauten Lithium-Polymer-Akku, der im Test genau acht Stunden (bei leichter Last und 100 cd/m2) durchhielt. Bei voller Helligkeit – und die werden viele Anwender nutzen, um die Spiegelwirkung des Displays etwas abzumildern – waren es noch über sechs Stunden. Zum DVD-Schauen abseits der Steckdose hat man über vier Stunden Gelegenheit. Apple verspricht 1000 Ladezyklen, garantiert dies aber nicht. Eine defekte Batterie wird in der Werkstatt für 139 Euro getauscht.
Die vierte Neuerung betrifft das Trackpad, das wie bei den Pro-Geschwistern eine Oberfläche aus Glas besitzt und auf Mehrfingergesten für Zoomen, Drehen und Blättern reagiert. Eine Taste gibt es nicht mehr, statt dessen ist das gesamte Glas beweglich und wird am oberen Rand durch ein Scharnier gehalten. Die Ausstattung inklusive Web-Cam, Mikrofon, Bluetooth und 802.11n-WLAN blieb ansonsten weitgehend unverändert, der Renovierung ist allerdings die FireWire-Schnittstelle zum Opfer gefallen. So muss man beim MacBook auf den Target-Disk-Modus und den Anschluss einer DV-Kamera verzichten.