Im Prinzip ganz ähnlich wie mit Mobilfunkmasten funktioniert die Positionsbestimmung über drahtlose Netzwerke. Man braucht dazu einen WLAN-Adapter sowie einen Netzzugang, den beispielsweise eine UMTS-Karte im Notebook liefern kann, um die Liste der empfangenen Netze und ihrer Signalstärken mit einer zentralen Datenbank abgleichen zu lassen. Eine solche pflegt beispielsweise das Bostoner Unternehmen Skyhook Wireless, auch das iPhone greift auf sie zurück. Skyhook startet regelmäßig Messfahrten, um die Datenbank zu aktualisieren. Auch in Deutschland betreibt die Firma solches "wardriving", hat allerdings in manchen mittelgroßen Städten wie Göttingen, Paderborn oder Emden noch kein einziges WLAN erfasst [7].
Bei gut gepflegtem Datenbestand und in Gegenden mit hoher WLAN-Dichte funktioniert die Positionsbestimmung deutlich besser als über die Mobilfunkzellen – ein Handymast sendet unter Umständen kilometerweit, ein WLAN-Router aber nur ein paar zehn Meter. Empfängt man dessen Signal, kann man davon nicht besonders weit weg sein. Allerdings ist das System anfällig gegen bewusste Verfälschung, wie Wissenschaftler der ETH Zürich Anfang vergangenen Jahres zeigten: Über Basisstationen, die sich mit manipulierten MAC-Adressen als andere ausgaben, und durch Störung der übrigen Hotspots in der Umgebung gaukelten sie einem iPod touch und einem iPhone in Zürich vor, sich in New York zu befinden.
Die eigene Position per WLAN zu bestimmen ist für die Ortung aber erst die halbe Miete. Bei der Verbreitung des Standorts helfen Browser-Erweiterungen wie Geode für Firefox oder das Geolocation API von Google Gears. Gears kann je nach Gerät neben WLAN auch GPS-Module und Mobilfunkzellen-Ortung benutzen, Geode greift derzeit ausschließlich auf Skyhook zurück. Lokalisierungsdienste wie Yahoo Fire Eagle verknüpfen die über Geode – aber auch per Spot – ermittelten Positionsdaten auf Wunsch mit Anwendungen von Drittanbietern, etwa dem sozialen Netzwerk Brightkite. Diese teilen wiederum ausgewählten Freunden mit, wo man gerade steckt. Besitzer eines iPhones können sich dafür Umwege sparen, ihr Telefon unterstützt Brightkite direkt.
Die kostenlose Loki-Toolbar für Internet Explorer und Firefox unter Mac OS X, Symbian S60 und Windows Mobile ermittelt ebenfalls über Skyhook die aktuelle Position – auf Wunsch auch automatisch im Hintergrund. Der eigene Ort erscheint wahlweise auf einer Google-Maps-Seite, bei Twitter, Facebook oder als RSS-Feed.