Als nächster Schritt in der Evolution der 3G-Datennetze ist HSPA+ – auch als HSPA Evolution oder Evolved HSPA bezeichnet – der wahrscheinlichste. Die Technik führt die schon vom 802.11n-WLAN bekannte Mehr-Antennen-Übertragung MIMO (Multiple Input Multiple Output) und ein zusätzliches, höherwertigeres Modulationsverfahren (HOM, Higher Order Modulation) in den UMTS-Netzen ein, nutzt aber die selben Frequenzen und Bandbreiten wie die Vorgänger. Vorhandene Basisstationen lassen sich umrüsten. HSPA+-fähige Endgeräte sollen der 3GPP-Release 8 zufolge bis zu 42 MBit/s empfangen und 11 MBit/s senden können.
Eine weitere HSPA+-Funktion, die Continuous Packet Connectivity (CPC), erlaubt dem Endgerät, Sender und Empfänger in Übertragungspausen abzuschalten, ohne die Internetverbindung hinterher neu aufbauen zu müssen, was etwa beim Surfen, wo Daten nur für Anfragen und beim Laden der Seite übertragen werden, den Akku deutlich schont. Auf der Seite der Basisstation verringert das Fehlen der ständigen "Ich bin noch da"-Meldungen der Mobilgeräte störende Interferenzen. HSPA+-Basisstationen sollen außerdem eine direkte Verbindung mit einem schnellen Backbone erhalten, was die Verbindung zum Kernnetz – den so genannten Backhaul – verbessert und die Latenzzeiten verringert. Nach Angaben der Hersteller soll HSPA+ daher ideal für Echtzeit-Anwendungen wie VoIP-Telefonie sein.