Vodafone verkauft mit dem HTC Magic das zweite Android-Smartphone in Deutschland. Es läuft mit der Firmware-Version 1.5, welche auch T-Mobile via Mobilfunk für seine G1-Geräte ausliefert.
Das HTC Magic ist – durch den Verzicht auf eine ausschiebbare Tastatur – handlicher als das erste Android-Handy, unterscheidet sich bei den inneren Werten jedoch kaum: Man bedient es über einen Touchscreen, der nur Fingerbedienung akzeptiert, und einen Trackball; zur Verbindung mit dem Internet sind HSDPA und HSUPA sowie WLAN an Bord und zur Orientierung gibt es GPS und einen elektronischen Kompass. Die 3-Megapixel-Autofokus-Kamera nimmt auch Videos auf. Der interne Speicher lässt sich per microSDHC-Karten erweitern, allerdings muss man zum Wechseln den Akkufach-Deckel entfernen.
Der helle Touchscreen ist meist gut lesbar. Im Sonnenlicht stören jedoch starke Spiegelungen und die zahlreichen Fingerspuren auf dem Display. Abgesehen von vier Funktionstasten – darunter eine Suchtaste für Google und die Kontakte – und dem zum exakten Positionieren zu nervösen Trackball besitzt das Magic die üblichen Telefontasten zum Annehmen und Beenden von Gesprächen.
Der Bildschirminhalt dreht sich mit, wenn man das Magic waagerecht hält, mindestens eine Sekunde muss man jedoch auf den Ansichtswechsel warten. Von der waagerechten Darstellung profitiert die virtuelle Tastatur, die hier größere Tastenflächen bietet und sich so treffsicherer bedienen lässt. Surfen via Notebook funktioniert mit dem Magic nicht.
Einen Zwang zur Aktivierung per Google-Account gibt es seit der Android-Version 1.5 nicht mehr. Ohne den Google-Zugang klappt jedoch der Abgleich von Kontakten und Terminen mit den Online-Diensten nicht. Mit PIM-Programmen auf dem PC lässt sich das Magic nicht synchronisieren. Das Kontaktverzeichnis stellt für den kompletten Namen und die Postanschrift jeweils nur ein Eingabefeld bereit – jedes Mittelklasse-Handy bietet hier mehr.
Der flotte, gut zum mobilen Surfen geeignete Webbrowser hat eine Copy&Paste-Funktion erhalten, mit der man Texte einfach in die Mail-Clients oder andere Anwendungen übernimmt; mit Bildern klappt das jedoch nicht. Die Favoriten lassen sich nur online verwalten, für RSS-Feeds braucht man ein Zusatzprogramm aus dem Android Market. Flash kennt der Browser nicht, für Youtube-Videos gibt es einen eigenen Player. Außer Google Mail steht ein klassischer POP/IMAP-Client bereit.