Laut Nokia sorgt die Faulheit der Anwender für zwei Drittel der gesamten Energiekosten eines Handylebens, lediglich ein Drittel der Energie kommt beim Handy-Akku an. Handy-Netzteile sollen in Zukunft im Standby maximal 0,3 Watt aufnehmen und damit nicht nur den Geldbeutel des Anwenders schonen, sondern auch unnötigen CO2-Ausstoß vermeiden. Anhand einiger Muster überprüften wir, ob aktuelle Netzteile bereits die Anforderungen der kommenden Richtlinie erfüllen.
Die Kennzeichnung mit Sternen lässt Anwender auf den ersten Blick erkennen, wieviel Energie ihr Handy-Netzteil im Standby verbraucht.
Führende Handy-Hersteller haben vor einigen Monaten eine Kennzeichnung angekündigt, anhand derer Anwender schnell erkennen können, wie sparsam das Netzteil mit der kostbaren Energie umgeht. Die beste Klasse bekommt fünf Sterne, sie soll im Standby weniger als 30 Milliwatt verbrauchen. Dabei sind LG Electronik, Motorola, Nokia, Samsung und Sony Ericsson, alle stellen Informationen zu den verfügbaren Ladegeräten auf ihren Webseiten bereit. Bisher fällt nur ein Nokia-Netzteil (AC-8E) in die Fünf-Sterne-Klasse, alle andern Netzteile kommen auf maximal vier Sterne. Zum Erreichen der EU-Norm reichen bereits drei Sternchen aus.
Netzteile mit fünf Sternchen ziehen im Jahr maximal 263 Wh aus dem Stromnetz, bei einem Preis von rund 20 Cent pro kWh entstehen damit Kosten von knapp sechs Cent. Schlechter stehen Netzteile mit nur einem Stern da, sie belasten die Geldbörse des Anwenders mit knapp 90 Cent. Für den Einzelnen hat ein energiesparendes Netzteil also kaum eine Auswirkung, doch auch hier gilt: Die Masse machts. Mehr als eine Milliarde Handys konnten die Hersteller im vergangenen Jahr weltweit verkaufen, eine Senkung des Energieverbrauchs um nur 50 mW hätte also eine Einsparung von 500.000 kWh zur Folge und damit vermiedene CO2-Emissionen von mindestens 300.000 kg.
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