Mecomo Track bestimmt selbst, wann eine Positionsmeldung fällig ist. Andere Geräte reagieren nur auf gezielten Knopfdruck. So verfügt etwa der Satellite Personal Tracker, kurz Spot, über drei separate Tasten für drei Typen von Nachrichten: Nach Drücken auf OK verschickt der Tracker innerhalb der nächsten zwanzig Minuten einen Standardtext à la "mir geht's gut", die Koordinaten und einen Link zu deren Darstellung in Google Maps an bis zu zehn zuvor festgelegte Empfänger per E-Mail oder SMS. Ein Druck auf die Help-Taste löst einen vorbereiteten Hilferuf an die hinterlegten Adressen aus. Wird die dritte Taste ("911") gedrückt, schrillen in der Spot-Zentrale die Alarmglocken und die Mitarbeiter dort versuchen, eine von zwei zuvor angegebenen Kontaktpersonen zu erreichen. Klappt das nicht oder kann keiner von beiden ausschließen, dass der Besitzer des Geräts am gemeldeten Ort in der Klemme steckt, setzt die Zentrale einen Notruf an den Rettungsdienst vor Ort ab. In Deutschland rückt dann etwa der SAR-Dienst der Bundeswehr oder die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger aus.
Spot soll in Deutschland ab Januar für rund 200 Euro über die Firma ppm zu beziehen sein. Um den eigenen Account freizuschalten, benötigt man eine Master- oder Visa-Kreditkarte. Der Kaufpreis schließt eine einjährige Nutzung des Ortungsdienstes und 200 SMS-Benachrichtigungen mit ein. Jedes weitere Jahr inklusive 200 Frei-SMS kostet rund 100 Euro, jede zusätzliche SMS 10 Cent. Positionsnachrichten per Mail und 911-Notrufe sind kostenlos – die Kosten des Rettungseinsatzes sind freilich nicht abgedeckt.
Für weitere rund 40 Euro pro Jahr werden Spot-Nutzer einen Tracking-Dienst buchen und ihn durch langes Drücken der OK-Taste starten können. Dann schickt das Gerät 24 Stunden lang alle zehn Minuten die aktuelle Position raus. Auf Wunsch stellt eine passwortgeschützte oder frei zugängliche Webseite solche Orte auf Grundlage von Google Maps dar. Das Angebot befindet sich noch im Beta-Stadium und funktionierte im Test nur mit dem Internet Explorer. Die Liste der Ortsmeldungen kann man als GPX- und KML-Datei herunterladen.
Spot überträgt die Positionsdaten nicht per Mobilfunk, sondern über das eigene Satellitensystem der kanadischen Firma Globalstar. Das macht das robuste Gerät besonders für Abenteuerurlauber und Expeditionen interessant, die ins Gebirge, in die Wüste oder den Dschungel und damit in ausgedehnte Funklöcher vorstoßen wollen. Oder für Fahrtensegler, denn schwimmfähig und für eine halbe Stunde wasserfest ist der Tracker laut Hersteller außerdem. Wirklich weltweit funktioniert der Dienst dennoch nicht. So wird mit allen Wassern gewaschenen Freizeitskippern beim Blick auf die Abdeckungskarte auffallen, dass Spot ausgerechnet in den von Seeräubern verseuchten Gewässern vor der somalischen Küste und in der Straße von Malakka Kontaktschwierigkeiten hat. Landratten könnten trotz Spot in der Tasche etwa südlich der Sahara und in Indien verloren gehen.
Mecomo Track und Spot sind nur zwei Beispiele für satellitengestützte Ortungsmittel; auch Firmen wie der GPSauge-Hersteller GPSoverIP oder die chinesische Firma Hexafu bieten ähnliche Geräte und Pakete an. Als Ersatz für ein GPS-Handgerät oder gar ein Navigationssystem kann man die günstigen davon allerdings in der Regel nicht nutzen – die meisten haben noch nicht einmal ein Display, um ihrem Träger die aktuelle Position anzuzeigen.