Alle hier vorgestellten Anwendungen benötigen einen Internetzugang. Bei der Übertragung von Texten werden im Hintergrund nur einige Kilobyte hin- und hergeschoben, beim Versenden von Bildern oder Videos fallen dagegen schnell Megabytes an. Es ist deshalb ratsam, vor Gebrauch dieser Tools einen Vertrag mit günstigem Datentarif bei seinem Provider abzuschließen, ansonsten droht bei der nächsten Handyrechnung eine unangenehme Überraschung. Welchen Tarif man wählt, hängt von den eigenen Vorlieben wie Online-Dauer und Datenvolumen ab. Bei der Entscheidung hilft unser Datentarif-Rechner. Alternativ bieten sich Smartphones mit WLAN-Unterstützung zum Surfen an, sofern das Lieblings-Café oder andere häufig besuchte Orte über einen Hotspot verfügen. Welche Handys sich mit WLANs vernetzen oder schnellen Internetzugang per HSDPA vermitteln, zeigt die Handy-Galerie auf heise mobil.
Handys trumpfen heute selbst im Low-Budget-Bereich mit Kameras auf, die meisten erlauben zudem das Drehen kurzer Videos. Solche Mobiltelefone eignen sich prima, um auf einem Konzert oder einer Party Fotos zu schießen oder ein paar Minuten zu filmen. Damit die Bilder und Clips für die Veröffentlichung im Web nicht auf den nächsten PC-Kontakt warten müssen, verhilft die Software ShoZu zum direkten Upload ins Netz. Dazu lädt die Java-Applikation Fotos und Videos per Internetverbindung erst einmal auf einen Online-Account bei ShoZu. Von dort aus verteilt der Dienst die Daten auf Online-Communities und Blogsysteme. ShoZu unterstützt unter anderem den Upload zu YouTube, Picasa, Flickr, Facebook, Wordpress und allen Weblog-Systeme mit Metaweblog API.
Für den mobilen Zugang auf Yahoos Foto-Community Flickr bietet sich Yahoo! Go an (siehe [1]). Neben den Zugang zum E-Mail-Dienst und der Websuche von Yahoo sowie zu News aus dem Web integriert die Smartphone-Anwendung eine schicke Schnittstelle zu Flickr. Der Handy-Fotograf kann damit auf fast alle Funktionen der Web-Oberfläche von Flickr zugreifen: Fotos hochladen, eigene und fremde Foto-Alben betrachten, kürzlich erstellte Kommentare lesen und die Foto-Streams aller Flickr-Nutzer einsehen. Selbst das Freischalten privater Foto-Alben für Freunde ist mit Yahoo! Go möglich.
Noch ganz beta und unvollendet sind die Projekte Zurfer und Zonetag aus den Entwicklungslaboren von Yahoo. Zonetag lädt Fotos auf flickr und beschreibt sie mit Tags, die vom Fotografen oder anderen Zonetag-Nutzern vorher für denselben Standort angegeben wurden. Dabei nutzt die Anwendung für die Positionsbestimmung integrierte oder per Bluetooth angeschlossene GPS-Geräte oder orientiert sich an der Mobilfunkzelle, in der sich der Fotograf befindet. Zurfer wiederum zeigt in der Übersicht Bilder an, die in der Nähe der aktuellen Position entstanden sind. Bisher verwenden nur wenige Handy-Fotografen in Deutschland Zurfer und Zonetag, sodass sie ihre Stärke, das "Community Tagging", noch nicht so richtig ausspielen können.
Am heißesten diskutiert die mobilophile Blogosphäre zur Zeit Plattformen, die das Smartphone in eine mobile Webcam verwandeln. Bei qik streamen Anwender Bewegtbilder live vom Handy ins Internet. Zuschauer auf qik.com können diese Live-Streamings kommentieren, der Kameramann bekommt die Kommentare während der Aufnahme auf seinem Handy angezeigt. So kann ein Video-Blogger zum Beispiel bei einem Interview Fragen stellen, die ihm die Community aus dem Netz während des Interviews schickt. Kurz nach dem Streaming ist die Aufnahme als Video auf qik.com verfügbar. Streams und Videos auf qik.com sind allgemein zugänglich, die Symbian-Applikation für eigenes Live-Streaming dagegen befindet sich noch in einer geschlossenen Alpha-Phase, für die man sich per E-Mail bewerben kann.
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