Mobile Internet-Nutzung bedeutete bislang meist, ein Notebook herumzuschleppen. Das wollte erst umständlich ausgepackt und aufgebaut werden, ehe es per Mobilfunk oder WLAN online ging. Die stets griffbereiten Handys führten als Internet-Client hingegen ein Nischendasein, sieht man von der Profi-Mail-Lösung BlackBerry einmal ab. Das hat sich mit dem iPhone geändert: Google meldete, dass über Weihnachten mehr Webseiten per iPhone abgerufen wurden als mit allen anderen Handys und Smartphones zusammen. Das ist umso erstaunlicher, da das neue Apple-Handy nach Zahlen der Marktforscher von IDC erst einen Anteil von zwei Prozent des Smartphone-Markts hatte.
Wer Gelegenheit bekommt, das iPhone direkt mit einem anderen Smartphone zu vergleichen, erkennt sehr schnell den entscheidenden Unterschied: Während das Surfen mit dem anderen Handy ganz gut klappt, macht es mit dem iPhone richtig Spaß. Das hat eine Reihe von Gründen: Das auf sanfte Fingerzeige präzise reagierende Display, den Sensor, der die Lage des Geräts erkennt und die Darstellung quer oder hochkant anpasst, oder die Software, mit der man auf Anhieb zurechtkommt.
Doch der Spaß darf nicht teuer werden. Die deutschen Mobilfunkprovider haben mit Mondpreisen um 20 Euro pro übertragenes Megabyte bei vielen Anwendern die Vorstellung geprägt, mobiles Surfen sei unerschwinglich. Der Internet-Zugang per DSL mit Flatrate kostet rund 15 Euro im Monat, da sind 50 Euro für gelegentliche Seitenabrufe unterwegs einfach unverhältnismäßig. Dieses Problem hat Apple durch seinen Exklusivvertrag mit T-Mobile gelöst. Der Provider langt zwar mit Preisen ab 49 Euro im Monat ordentlich zu, doch dafür bekommt man nicht nur 100 Telefonminuten und 40 SMS, sondern auch eine echte Internet-Flatrate: Nach Überschreiten des Inklusivvolumens (200 MByte bis 5 GByte) wird der Internet-Spaß nicht teurer, sondern nur langsamer.