07.10.2009
Palms Smartphone gefällt mit Schiebetastatur, sensiblem Multitouch-Display, einer intelligenten Multitasking-Oberfläche und dem Betriebssystem WebOS als Surf-Handy. Die Organizer-Anwendung Synergy ordnet jedem Adressbucheintrag die dazugehörigen SMS, E-Mails und Community-Accounts zu und schafft so mehr Übersicht.
Bislang gab es das Palm Pre nur in den USA und Kanada, wo es in den dort vorhandenen CDMA-Netzen funkte. Ab dem 13. Oktober verkauft O2 die UMTS-Variante in Deutschland. Anders als beim iPhone-T-Mobile-Paket kann sich jeder über das My-Handy-Angebot von O2 ein Pre ohne Vertrag zulegen und mit einer SIM-Karte eines beliebigen Anbieters betreiben. O2 verlangt einen Euro Anzahlung und 24 Monatsraten zu je 20 Euro, sodass der Gesamtpreis 481 Euro beträgt.
Will man einen neuen Vertrag abschließen, kann man den grundgebührfreien O2 o wählen und um eine Internetdatenoption erweitern: Für 10 Euro bekommt man eine Flatrate, die ab 200 MByte Datenvolumen auf GPRS-Geschwindigkeit gedrosselt ist, für 25 Euro eine ab 5 GByte gedrosselte. Alternativ bietet O2 zwei Verträge mit zwei Jahren Laufzeit an, in denen die Kosten für das Pre schon enthalten sind: O2 Mobile Flat mit Festnetznummer und Festnetz-Flatrate für 35 Euro monatlich mit einem einmaligen Gerätepreis von 50 Euro sowie das O2 Inklusivpaket mit 100 Freiminuten in alle Netze für 25 Euro pro Monat und einmalig 90 Euro. Eine Internet-Flatrate für diese Verträge kostet wie bei O2 o zusätzlich 10 oder 25 Euro. Bei Online-Buchung sinken die monatlichen Gebühren um 15 Prozent.
Mit eingeschobener Tastatur liegt das rundliche, kompakte Gehäuse angenehm in der Hand und lässt sich gut verstauen. Der helle Touchscreen ist mit 3,1 Zoll deutlich kleiner als der des iPhone, bleibt auch in der Sonne lesbar und reagiert auf die sanfteste Berührung mit dem Finger. Er erkennt weder Eingaben per Stift noch per Fingernagel. Unter dem Display sitzt eine Knubbel, der dem Mini-Trackpoint einiger Android-Handys ähnelt, aber nur eine einfache Taste ist, mit der man in die Task-Ansicht wechselt. An der linken Seite hat das Pre die üblichen Lautstärketasten, an der rechten Seite eine microUSB-Buchse, über die auch der Akku geladen wird. Die Abdeckung über dieser Buchse lässt sich nur bei ausgeschobener Tastatur öffnen und dürfte schnell abbrechen. Am oberen Rand gibt es die Einschalttaste (die auch den Flugzeugmodus aktiviert), den Palm-typischen Schalter zum Abschalten aller Signaltöne und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für Kopfhörer und Headsets.
Die Sprachqualität beim Telefonieren ist sehr gut, auch mit der Freisprechfunktion. Für Videotelefonate fehlen sowohl eine Anwendung als auch eine Kamera auf der Displayseite.
Schiebt man den hinteren Gehäuseteil nach unten, erscheint die winzige Qwertz-Tastatur. Die einzelnen Tasten bestehen aus nachgiebigem gummiartigen Kunststoff, der Fingernägeln genug Halt gibt. Da sie zudem gewölbt sind und etwas Abstand voneinander haben, erzielt man auch mit dem Zeigefinger oder den Daumen nach kurzer Gewöhnung eine hohe Trefferquote. Die Tasten der bisherigen Palm-Modelle waren allerdings einen halben Millimeter breiter und ragten weiter aus dem Gehäuse hervor. Umlaute tippt man, indem man die Sym-Taste unten rechts drückt, worauf sich ein Menü mit Sonderzeichen (ganz unten findet man auch drei Smileys) öffnet, in dem man das Zeichen per Finger auswählt. Alternativ tippt man beispielsweise für ein ä Sym-a-Sym.