Wichtige Daten auf einem USB-Stick gehören verschlüsselt. Das gelingt derzeit nur unter idealen Voraussetzungen ohne Administratorrechte auf den beteiligten PCs. Mit der Software SecurStick klappt es immer und überall.
USB-Sticks sind flüchtig. Verschlüsselung schützt die enthaltenen Daten immerhin vor den Blicken etwaiger Stick-Finder. Die gängigen Lösungen dazu (siehe Kasten) haben aber nahezu alle den Nachteil, dass man Herr über den jeweiligen PC sein muss – sprich man braucht Administratorrechte. Am Arbeitsplatz oder im Seminarraum hat man die aber selten.
Die im Folgenden vorgestellte Software SecurStick löst dieses Problem und funktioniert deshalb auch dort, wo man mit eingeschränkten Rechten arbeiten muss. Der Trick, den das Programm anwendet, ist recht einfach: Es integriert einen kleinen, nur lokal erreichbaren Server, der den geschützten Inhalt eines USB-Sticks als ein Netzwerklaufwerk automatisch einbindet.
Der Server-Teil von SecurStick benutzt das WebDAV-Protokoll (Web-based Distributed Authoring and Versioning), das eine um Methoden zur Dateiverwaltung erweiterte Version des bewährten Internet-Protokolls HTTP ist. Alle gängigen Betriebssysteme können auf WebDAV-Freigaben zugreifen, entsprechend ist SecurStick für Linux, Mac OS und Windows zu haben. Manche WebDAV-Clients cachen Inhalte allerdings sehr agressiv, daher sollte man SecurStick möglichst nicht in offenen Umgebungen wie Internet-Cafes einsetzen. Weitere Hinweise zur Nutzung, etwa zum Löschen des Caches, führt die FAQ auf der SecurStick-Homepage auf.
Der zweite Teil der Software kümmert sich darum, die Daten auf dem Stick zu ver- und entschlüsseln, das dafür nötige Passwort abzufragen und die Dateien im jeweiligen Betriebssystem für die Anwendungen transparent einzublenden, sprich als Netzwerklaufwerk einzubinden – das gelingt je nach Betriebssystemalter unterschiedlich gut.
Windows 98 etwa kann WebDAV-Ordner zwar anzeigen, aber nicht als Laufwerk ansprechen – das heißt, im schlimmsten Fall muss man die Verbindung zum WebDAV-Server von Hand herstellen und die Dateien zunächst auf die lokale Platte kopieren (und damit entschlüsseln). Im Normalfall gelingt das Einbinden als lokales Laufwerk vollkommen automatisch.