Zusammengeklappt nimmt das 375 Euro teure Sunbag L in etwa so viel Platz ein wie ein externes Gehäuse für 3,5-Zoll-Festplatten. Die aufklappbare Hülle enthält zwölf biegsame, unzerbrechliche Solarpanels, die zusammen auf eine aktive Fläche von 0,125 m² kommen. Der Lithiumionenakku als Puffer speichert 56 Wh und ist abnehmbar. Das Solarpaket mit Akku belastet das Reisegepäck mit 1,12 kg, das erstaunlich schwere Netzteil wiegt zusätzlich 0,56 kg.
Im eingenähten Säckchen neben dem Akku liegen die zum Laden von Notebooks nötigen Adapter, insgesamt sieben Stück. Eine Kompatibilitätsliste, welcher Adapter zu welchem Notebook passt, hält Offgridsystems auf seiner Website bereit. Für den Fall, dass keiner der Stecker ans eigene Notebook passt, legt der Hersteller noch eine Buchse für einen Kfz-Stecker dazu. Fürs Laden muss der Notebook-Hersteller dann aber einen Kfz-Adapter im Zubehörprogramm anbieten.
Sunbag L ist darauf ausgelegt, möglichst universell Strom zu beziehen: Den Pufferakku kann man außer über das Solarpanel auch über das mitgelieferte Netzteil laden oder im Auto mit dem beiliegenden Adapter an den Zigarettenanzünder anschließen. Per Netzteil oder am Zigarettenanzünder lädt der Pufferakku vergleichsweise schnell in etwas über drei Stunden. Das Netzteil wird dabei über 50 °C heiß.
Fürs Laden mit Licht braucht man dagegen viel Zeit, und die Sonne muss unbedingt scheinen. Dann vergehen bei 52° geografischer Breite etwa sieben Stunden, bis der Akku nahezu voll ist. Die Panels liefern bei Sonnenschein ungefähr acht Watt. Eine LED-Leiste aus sieben grünen Elementen zeigt auf Knopfdruck den Ladestand an. In der Sonne sollte man den Pufferakku unbedingt abdecken. Die dunkle Außenhülle des Akkus heizt sich sonst auf und beschleunigt das unvermeidliche Altern des Lithiumionen-Stromlieferanten. Obwohl Sunbag L für die pralle Sonne gedacht ist, löst sich der Kleber der Klettverschlüsse. Offgridsystems versprach, diese in Zukunft anzunähen statt anzukleben.