Verschiedene Unternehmen haben es sich zum Ziel gesetzt, in der europäischen "Generation Handy" mit den kleinen Pixelbildern einen Hype wie in Japan zu entfachen. Die Initiative ActivePrint, zu der sich unter anderem HP und Mobilfunkriese Vodafone zusammengeschlossen haben, veranstalten schon seit einigen Jahren diverse Aktionen, zum Beispiel eine Barcode-Schnitzeljagd durch die Straßen der englischen Stadt Bristol. Im deutschsprachigen Raum sind Barcodes vom Format BeeTagg der Schweizer Firma connvision AG bei einigen Werbeaktionen zu sehen gewesen, zum Beispiel in der Schweiz auf Flyern und Postern für das Queen-Musical „We will rock you“ oder in Österreich auf dem Donaufestival für ein Gewinnspiel mit Code-Stickern unter dem Slogan „Tag your City“.
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Projekte dieser Art sind in Europa bisher noch spärlich gesät und deshalb wohl nur wenige Handys mit einem Barcode-Reader bestückt. Und solange nur wenige Nutzer das Format kennen, macht der Einsatz für die Unterhaltungs- und Werbebranche in größerem Rahmen wiederum wenig Sinn – ein klassisches Henne-Ei-Problem.
In Japan hieß das Erfolgsrezept Standardisierung. Erst als mehrere Hersteller ihre Handys mit vorinstallierten Barcode-Readern auslieferten, lohnte sich das Drucken der Codes für die Branche. Das Mobile Codes Consortium, zu dem die Unternehmen Publicis, die Hewlett-Packard Laboratories, Gavitec und Neomedia gehören, möchte eine ähnliche Standardisierung in Europa erreichen. Tim Kindberg vom HP Research Lab in Bristol über die Ziele des Konsortiums: "Es geht darum, die entsprechenden Akteure der Mobilindustrie zusammenzuschließen und Standards zu entwickeln, die nicht nur technisch sinnvoll sind, sondern sich auch nach den Ansprüchen des Markts richten." Bisher sei man noch in der Phase, weitere Unternehmen mit ins Boot zu holen.
Es wird wohl noch etwas dauern, bis sich in Europa Standards für den mobilen Einsatz von 2D-Barcodes durchsetzen. Bis dahin muss man sich zum Ausprobieren mit den Angeboten im Netz zufrieden geben – oder bei der nächsten Japan-Reise mal genauer auf die Bic-Mac-Verpackung schauen. (ll)
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