Im X6 setzt Nokia erstmals einen kapazitiven Touchscreen ein, der die Fingerbedienung erleichtert.
Das handliche Symbian/S60-Gerät eignet sich gut zur Einhand-Bedienung. Beim Ablesen des Displays gefällt die geringe Winkelabhängigkeit, im Sonnenlicht erkennt man jedoch nur wenig. Anschlüsse wie Micro-USB, 3,5-mm-Klinke und die 2-mm-Ladebuchse – via USB lädt das X6 nicht – finden sich am oberen Rand, einen Wechselspeicher gibt es nicht. Die Fingerbedienung klappt deutlich flüssiger als bei Geräten mit Folien-Touchdisplay. Beim Kippen schwenkt der Bildschirminhalt automatisch, eine dezente Vibration quittiert Eingaben.
Zur Softwareausstattung gehören der gute Organizer, ein Zeichenprogramm und einige Spiele. Der E-Mail-Assistent richtet Konten auch über den Nokia-Messaging-Dienst als Push-Mail ein; er baut dazu eine Mobilfunk-Verbindung auf, auch wenn ein WLAN in Reichweite ist. Der Mailer zeigt Office-Anhänge über den Quickoffice-Viewer an. Surfen macht über den hakeligen Webkit-Browser wenig Spaß; Multitouch-Gesten erkennt das X6 nicht. Trotz Flash Lite werden viele Flash-Inhalte nicht angezeigt.
Nokia liefert einen Klapp-Kopfhörer mit Fernbedienung und Mikrofon mit, der Bässe und Höhen nur dezent überträgt und erst mit dem Preset Megabass – das X6 bietet auch einen 8-Kanal-Equalizer – knackiger klingt. Videos ruckeln teils schon bei der 480 × 272-Auflösung. Immerhin gibt das X6 auch Flashvideos wieder. Die langsame Autofokus-Kamera liefert Fotos mit brauchbarer Schärfe, die für kleinformatige Abzüge reichen. Zudem nimmt sie flüssige, aber detailarme VGA-Videos auf. Für ein Multimedia-Smartphone ist die Rechenleistung des X6 zu knapp bemessen.
(rop)
| Nokia X6 | |
| Touchscreen-Smartphone mit Symbian OS | |
| Hersteller | Nokia |
| Lieferumfang | Ladegerät, Stereo-Kopfhörer mit Fernbedienung und Mikrofon, USB-Kabel, Software |
| technische Daten | www.handy-db.de/1615 |
| Preis (ohne Vertrag) | 360 € (16 GByte), 470 € (32 GByte) |