In das kleine Gehäuse des Palm Centro passt nur ein Touchscreen mit 2,2 Zoll Diagonale. Bei einem derart winzigen Bildschirm muss man zum Stöckchen greifen, denn mit dem Finger trifft man die kleinen Symbole nur schwer. Doch wegen der durchdachten Tastensteuerung gelingt die Bedienung auch ohne Touchscreen. Sowohl Menüs als auch Symbole lassen sich mit der Navigationstaste anwählen und auslösen.
Beim Schreiben stört, dass die Knöpfchen der Volltastatur arg dicht beieinander liegen. Mit längeren Fingernägeln fällt es schwer, die richtigen Tasten zu treffen. Trotzdem tippt man E-Mails und andere Texte immer noch schneller als mit einer Zifferntastatur.
Das genügsame Palm-OS-System hat schon einige Jahre auf dem Buckel, kann aber immer noch mit seiner bewährten Personal-Information-Manager-Suite (PIM) und der unerreicht flotten Bedienung überzeugen. Sekundenschnell fügt man Termine, Aufgaben und Kontakte hinzu. Kein Smartphone kann das schneller als die Handys der Palm-OS-Riege. Auch die korrespondierende PC-PIM-Software Palm Desktop hat nichts von ihrem Charme eingebüßt und lässt sich wesentlich leichter bedienen als die Konkurrenz – sofern man Windows XP nutzt. Die von Access vorgestellte Version für Windows Vista leidet dagegen unter etlichen Mängeln. Mit der Office-Applikation Documents To Go bearbeitet man Word- und Excel-Dokumente auch im aktuellen DocX-Format, wobei die PC-Formatierungen der Originaldatei erhalten bleiben. PowerPoint- und PDF-Dateien kann das Programm allerdings nur anzeigen.