Doppelherz [Update]
Telefone mit zwei SIM-Steckplätzen
Lutz Labs - 23.06.2009
Noch sind sie ein Nischenprodukt, doch mit der Verfügbarkeit günstiger Modelle könnte sich das ändern: Handys mit zwei SIM-Karten-Steckplätzen kommen in der Einsteigerklasse um 100 Euro an.
Dual-SIM-Telefone sind praktisch, wenn man unter zwei Telefonnummern erreichbar sein will, etwa um die private und berufliche Nutzung zu trennen oder im Urlaub zusätzlich eine günstige lokale Prepaid-Karte einzusetzen. Auch wer eine alte, nicht übertragbare Telefonnummer nicht aufgeben möchte, aber schon lange über einem günstigeren Discounter telefoniert, kann damit seine Telefonkosten komfortabel senken. Anfangs musste man für ein Dual-SIM-Handy mindestens 300 Euro auf den Tisch legen – was die Vorzüge zum Teil wieder auffrisst. Derweil liegen die Straßenpreise einiger Modelle auf einem deutlich niedrigeren Niveau.
Zum Test haben wir zwei Vertreter aus dem Niedrigpreissegment geladen: das Samsung C5212 für etwa 150 Euro und das Hyundai MB-D130, das im Versandhandel bereits für knapp 100 Euro erhältlich ist. Diese Geräte gibt es übrigens nicht von den Netzbetreibern gesponsort. Diese fürchten offensichtlich, sich mit dem zweiten SIM-Steckplatz Konkurrenz auf das subventionierte Handy zu holen.
Abgesänge und Neuvorstellungen
Besonders interessant wäre für diesen Test ein Modell der Pearl Agency gewesen: Das mit 70 Euro besonders billige Simvalley-Handy SX-320 haben wir nicht getestet, weil es schon im Juni durch seinen Nachfolger SX-330 abgelöst werden soll. Auch auf einen Test des Matsunichi D520 haben wir verzichtet, da es nur noch in geringen Stückzahlen verfügbar ist.
Einige weitere Modelle sind noch nicht lieferbar: General Mobile hat zwei Modelle angekündigt, darunter eins mit Android-Betriebssystem. Hyundai wollte bereits im April mit dem MB-D650 auf den Markt kommen, einem Modell, das preislich oderhalb des MB-D130 angesiedelt ist – bislang Fehlanzeige, die österreichische Muttergesellschaft Hyundai Mobile Europe hat Anfang Juli Insolvenz angemeldet. Hagenuk hingegen präsentierte das Einfach-Telefon DS 300, kann es jedoch auch noch nicht liefern – auch der derzeitige Halter des Markennamens Hagenuk hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolventverfahrens gestellt. Auf dem deutschen Markt noch nicht offiziell erhältlich ist zudem das Acer DX900, das von einigen Importeuren noch als E-Ten DX900 verkauft wird (E-Ten wurde von Acer gekauft, die Modelle kommen nun unter dem Acer-Label erneut auf den Markt). Das DX900 ist das erste Dual-SIM-Handy, das sich durch den eingebauten UMTS-Beschleuniger HSDPA auch gut zum Surfen eignet.
