Abschalten
Der Watchdog zeigt, dass auch Hintergrundprozesse die CPU nutzen – hier der Traffic-Monitor NetSentry und der Market.
Auf einigen Geräten haben die Hersteller bereits Widgets installiert, die das Abschalten einzelner Verbraucher direkt auf dem Startbildschirm erlauben oder das passende Einstellungsmenü öffnen. Widgets wie ToggleWifi, ToggleGPS oder Switch Network Type liegen zu Dutzenden im Market, manche kümmern sich nur um einzelne Einstellungen, andere – wie My Settings – brauchen die gesamte Display-Fläche für ihre vielfältigen Optionen.
Ebenfalls manuell lässt sich der Datenverkehr zu Zeiten abschalten, in denen man das Telefon üblicherweise nicht benutzt. Komfortabel löst dies das APNDroid-Widget: Es ändert temporär den Namen des Zugangspunkts – und schon kann das Telefon keine Netzverbindung mehr aufnehmen. Energiefressende Sync-Aktionen unterbleiben und dennoch ist man telefonisch erreichbar. Auf Wunsch deaktiviert APNDroid auch den gesonderten APN für den MMS-Empfang. Auch der BatteryFu-Saver schaltet den APN für den Zugang zum Mobilfunknetz nur periodisch frei und verhindert damit die zu häufige Synchronisation der Hintergrunddienste – CPU-Last erzeugen sie jedoch weiterhin.
Das Overclock-Widget setzt den Prozessortakt herunter und spart damit Energie – auf Wunsch auch nur, wenn das Display abgeschaltet ist.
Das Stoppen von im Hintergrund laufenden Anwendungen per Taskmanager bringt nicht immer etwas: Android unterscheidet zwischen Programmen und Tasks. Programme werden beendet, wenn man auf den Startbildschirm wechselt, und in diesem Zustand eingefroren. Sie belegen zwar – zum schnelleren Neustart – weiterhin Speicher, aber erzeugen normalerweise keine CPU-Last. Anders verhält es sich mit im Hintergrund laufenden Tasks, etwa für den MP3-Player. Diese können CPU-Zeit verbrauchen und damit auch einen Einfluss auf die Akku-Laufzeit haben. Solche Tasks führt etwa der Watchdog Task Manager Lite auf; er gibt auch die von den einzelnen Tasks beanspruchte CPU-Zeit an. So lassen sich die Anwendungen finden, die den Akku unnötig belasten – solche sollte man eventuell durch besser programmierte ersetzen.
Einzelkämpfer
Über das Widget My Settings lassen sich nicht nur energiesparende Einstellungen erledigen.
Tools wie das Battery Saver Widget kümmern sich um Teilaspekte des Energiesparens. Das Widget schaltet Funktionen wie WLAN, Bluetooth oder den Internetzugang beim Erreichen eines bestimmten Ladezustands ab und setzt die Helligkeit des Bildschirms herunter.
Weitere Energie lässt sich durch eine geringere Taktfrequenz des Prozessors einsparen. Dazu muss man jedoch einen Root-Zugang zu seinem Android-Smartphone haben, etwa mittels 1-Click-Root. Das OverclockWidget erlaubt beispielsweise auf dem T-Mobile G1 Taktfrequenzen zwischen 128 und 528 MHz – zudem kann man einstellen, dass die CPU automatisch langsamer getaktet wird, wenn das Display aus ist.
