Eben mal schnell eine dringend benötigte Datei aus dem Internet herunterladen oder eine wichtige E-Mail verschicken – zu Hause mit DSL ist das kein Problem. Doch schon während eines Umzugs sieht die Sache ganz anders aus, und wer viel unterwegs ist, stellt schnell fest, dass WLAN-Hotspots nicht überall in der Nähe sind. Flächendeckend stehen allein Mobilfunknetze zur Verfügung. Alle vier deutschen Netzbetreiber bieten Datenkarten an, mit denen Notebooks um einen Mobilfunkadapter nachgerüstet werden können. Außer Adaptern mit CardBus- und den ersten mit ExpressCard-Anschlüssen haben wir auch solche getestet, die sich per USB mit dem Rechner verbinden. Zudem sind zwei Notebooks mit integriertem UMTS-Modem dabei, die seit dem letzten Vergleichstest [1] dazugekommen sind. UMTS-Handys, die per Kabel oder Bluetooth als Funkmodems angekoppelt werden können, haben wir in diesem Test nicht berücksichtigt – aktuelle Vergleichstests finden Sie in [2] und [3].
Obwohl es sich bei Datenkarten wie bei Handys um Mobilfunkprodukte handelt, teilen ganz andere Hersteller den Markt der Mobilfunkadapter unter sich auf: 4G Systems, Huawei, Novatel, Option und Sierra Wireless. Konkurrenz von Motorola, Nokia und Co. besteht nicht, denn letztere haben entweder nie entsprechende Produkte entwickelt oder die Produktschienen inzwischen wieder auslaufen lassen. Die Hersteller der Mobilfunkadapter für Notebooks sind nicht zuletzt deshalb weniger bekannt, weil die Mobilfunkprovider die Datenkarten unter eigenem Label verkaufen – ein Vertrieb direkt vom Hersteller ist in Deutschland unüblich.
Von Base erreichte uns die UMTS Notebook Card (Option), die Konzernmutter E-Plus bietet die Karte ebenfalls an. O2 lieferte die Laptop Card UMTS/HSDPA (Novatel). Bei T-Mobile firmieren die Datenkarten unter web'n'walk. Wir haben die web'n'walk Card WLAN (Option) und die web'n'walk Box mini (4G Systems) mit USB-Anschluss getestet; außerdem kam die ältere Datenkarte Mobile DSL Card 1800 (Option) auf den Prüfstand. Vodafone nennt seine UMTS-Datenkarten allesamt Mobile Connect Card UMTS Broadband, es gibt sie mit Innenleben von Huawei, Novatel und Option. Wir haben uns zudem die aktuelle USB-Lösung zu Hause EasyBox (Huawei) angesehen. Sierra Wireless verkauft seine AirCard 850 selbst, mit ihr kann man auch telefonieren.
Als erster Mobilfunkanbieter offeriert Vodafone eine Datenkarte im schmalen ExpressCard/34-Format; sie stammt von Novatel und wird auch von Dell als Wireless 5510 vertrieben. Auf solch ein UMTS-Modem haben viele Notebook-Besitzer gewartet, denn immer mehr Mobilrechner haben nur noch einen ExpressCard-Schacht mit 34 oder 54 Millimetern Breite – die UMTS-Karte passt in beide. Über einen beiliegenden konvertierenden Adapter lässt sie sich auch in CardBus-Slots verwenden. Schließlich haben sich zwei Nachzügler zum Test der UMTS-Notebooks [1] eingefunden: HP verbaut im Businessnotebook compaq nc6400 das Modem MC8775 von Sierra Wireless, Maxdata nutzt im Pro 800 IW Options GTM351E. Die in Notebooks integrierten UMTS-Modems stecken als MiniCards auf der entsprechenden Anschlussleiste im Gehäuse.