UMTS-Netze mit dem mehrere Megabit pro Sekunde schnellen Datenturbo HSPA eignen sich bestens zum Surfen per Notebook. Fehlt ein eingebautes UMTS-Modem, helfen preiswerte und einfach zu bedienende USB-Surfsticks.
Die praktischen Mobilfunk-Adapter sind kaum größer als Speichersticks und installieren die nötige Verbindungssoftware vom eingebauten Flash-Laufwerk. Daher eignen sie sich beispielsweise besonders gut für Netbooks, die weder einen ExpressCard-Slot für eine UMTS-Karte noch ein CD-Laufwerk zur Treiberinstallation besitzen. Zwar lassen sich auch Handys und Smartphones als Funkmodem einsetzen, die UMTS-Sticks sind jedoch schneller eingerichtet und sparsamer mit der knappen Ressource Akkustrom. Einen DSL-Ausfall am heimischen PC überbrückt man mit ihnen ruck, zuck ohne viel Konfiguriererei.
Die Anschaffung eines USB-Surfsticks lohnt – selbst Modelle mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) 7,2 MBit/s und HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) sind bereits ab 50 Euro ohne Vertrag erhältlich. Sieben Geräte mussten im Test ihre Fähigkeiten als schnelle Funkmodems unter Beweis stellen. Viele stammen von chinesischen Herstellern und werden von den Providern zusammen mit passenden Verträgen unter eigenem Namen verkauft.
Der O2 Surfstick 3 – er entspricht dem Huawei E161 – und der O2 Surfstick Colour vom taiwanischen Unternehmen BandRich empfangen maximal 3,6 MBit/s brutto, nutzen zum Datenversand jedoch nur UMTS (384 kBit/s), den Beschleuniger HSUPA für die Senderichtung kennen sie nicht. Alle anderen liefern mindestens HSDPA 7,2 MBit/s und HSUPA 2 MBit/s und damit die in den Netzen aktuell verfügbaren Maximalraten: der Alcatel One Touch X200S, der von 1&1 als UMTS-Surf-Stick vertrieben wird, der web’n’walk Stick fusion von T-Mobile (ZTE MF637), der Mobile Connect Stick K3765-HV von Vodafone, der von Huawei stammt, und die Sticks des belgischen Unternehmens Option iCON 431 – bei O2 als Surfstick Speed erhältlich – und iCON 505, der bislang schnellste mit 10,2 MBit/s in Empfangs- und 5,76 MBit/s in Senderichtung. Er ist laut Hersteller sogar für HSDPA-Kategorie 10 mit 14,4 MBit/s vorbereitet – für HSDPA das Ende der Fahnenstange.
Die Surfsticks und ihre Software sind darauf optimiert, PCs möglichst einfach und schnell ins Internet zu bringen. Darüber hinaus bieten sie nur eine SMS-Funktion; telefonieren lässt sich mit keinem.