Den Strom in den meisten Mobilgeräten liefern Lithium-Akkus, weil sie mehr Energie pro Gewicht und Volumen liefern als alle anderen Energiespeicher im Kleinformat. Seit fast zehn Jahren steigt die Kapazität von Lithium-Ionen-Akkus bei gleichem Volumen um bis zu 10 Prozent pro Jahr auf derzeit maximal 160 Wh/kg an. Lithium-Polymer-Akkus speichern sogar bis 180 Wh/kg. Sie versorgen einige PDAs und Mobiltelefone, für Notebooks sind sie zu teuer.
Trotz der Fortschritte in der Akkutechnik gelten fünf Stunden Laufzeit für ein Notebook und einen PDA oder ein ständig laufendes Smartphone schon als Spitzenwerte. Für das vorausgesagte Ubiquitous Computing – überall online – und mögliche Anwendungsszenarien ist das zu wenig. Insbesondere bei den kleinen Mobiltelefonen und Smartphones wird es eng, wenn sie zukünftig Videos oder DVB-T-Fernsehen wiedergeben sollen. Die Featuritis der Kleinen mit Kamera, MP3-Fähigkeit und GPS wird zusätzlich zum Engpass bei der Laufzeit führen, dazu kommt das leistungshungrige WLAN. Besitzer kompakter Digitalkameras kennen das Dilemma der leeren Stromlieferanten schon und schleppen deshalb das Ladegerät oder gleich einen Ersatzakku mit.
Ein Koffersystem aus der Zusammenarbeit von Smart Fuel Cell und Consel zur Versorgung von Notebooks.
Die Hersteller reagieren zum einen mit Strom sparender Hardware; insbesondere Display und CPU verbrauchen wesentlich weniger Energie als vor ein paar Jahren. Doch eine Alternative zur Flüssigkristalltechnik ist bei den immer noch stromhungrigen Displays noch nicht in Sicht – farbige OLEDs in ausreichender Größe wird es auch nächstes Jahr nicht geben. Farbiges elektronisches Papier (Anzeige ohne Strom) steht in noch weiterer Ferne.